Sonnenuntergang mit Uhr

Semesterpause

Die IG Börse Dresden e.V. befindet sich in der Semesterpause. Aktuell sind wir in der Prüfungsphase und können leider keinen Montagstreff organisieren. Der neu gewählte Vorstand wird die Semesterpause nutzen, um für euch das nächste Semester zu planen. Wir freuen uns schon auf viele interessante Vorträge und tolle Events! Der erste Montagstreff findet Anfang April statt, genaues Datum geben wir wie üblich hier, über Facebook und unseren Newsletter bekannt. Wer solange nicht warten möchte, kann den Stammtisch besuchen. Bitte meldet euch dazu bei Wolfhart. Wir wünschen euch alles Gute und hoffen alle im April wieder zu sehen!
(Habt ihr jetzt schon irgendwelche Fragen oder Anregungen? Schreibt uns doch einfach an vorstand@igboerse.de)

Neuigkeiten


Gewinnspiel der BNP Paribas

Pünktlich zum Monatsbeginn startet auch wieder das Gewinnspiel unseres Partners, der BNP Paribas. Wie üblich müsst ihr die Kursstände für Dax, Gold, Öl und Euro für das Monatsende tippen. Die Umfrage läuft noch bis zum 10. Februar, zu gewinnen gibt es einen ASUS LED-Monitor. Wir wünschen viel Glück!

Neuer Vorstand und Beirat gewählt

DokumentDie IG Börse an der TU Dresden e.V. hat am Montag, den 23. Januar 2017 erfolgreich einen neuen Vorstand als auch einen neuen Beirat gewählt.

Zu Beginn der Mitgliederversammlung stand die Entlastung des alten Vorstands. Nach einem lobenden Rechenschaftsbericht des Beirats, entschloss sich die Versammlung einstimmig, den alten Vorstand zu entlasten.

Anschließend wurde der neue Vorstand gewählt. Mitglieder sind:

  • Christoph Sager (Vorsitz)
  • Felix Albrecht (Stv. Vorsitz)
  • Marcus Hüppe (Finanzer)
  • Katja Akulinin
  • Claudia Baumann
  • Moritz Huth
  • Lisa Marschner

Desweiteren haben wir unseren langjährigen Vorsitzenden (aktiv seit 2014) Franz-Robert Sachs verabschiedet. Ich möchte mich nochmal ganz herzlich im Namen des gesamten Vereins für seinen unermüdlichen Einsatz für den Verein danken!

Mitglieder des neuen Beirats sind:

  • Franz-Robert Sachs (Sprecher)
  • Martin Bormuth (Stv. Sprecher)
  • Tom Dudda
  • Arasto Soltani
  • Wolfhart Bahrs

Wir wünschen allen frisch gewählten eine erfolgreiche Legislaturperiode!

Vereidigung & US-Hypothekenstreit

Vereidigung von Donald Trump

Nach der feierlichen Inauguration von Donald Trump als 45. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika am vergangenen Freitag wurde seine Amtsantrittsrede von der Weltöffentlichkeit mit Spannung erwartet. Vor allem die Anleger hofften dabei auf mehr Klarheit und Konkretisierung bezüglich der von Trump im Wahlkampf angekündigten Wahlversprechen. Jimmy Feller, Investmentstratege von Rockefeller & Co., deutete an, die Akteure an den Märkten befänden sich in einer „Übergangsphase, in der die Hoffnungen in den Hintergrund treten und die Investoren auf Fakten warten“. Demzufolge zeigten sich die Anleger zunächst recht verhalten.

Direkt nach seinem Amtsantritt kündigte Trump an, zukünftig auf „harte und faire Handelsabkommen“ zu setzen, die vorrangig der US-Wirtschaft von Nutzen sein sollen. Als Ziel fokussiert er einen „Rückzug aus der transatlantischen Partnerschaft“ und auch die Zukunft des nordamerikanischen Freihandelsabkommens NAFTA mit Kanada und Mexiko steht nach seinem Amtsantritt in den Sternen. Innerhalb von zehn Jahren möchte Trump 25 Millionen Arbeitsplätze schaffen und ein jährliches Wachstum von vier Prozent erreichen. Auch zählen nach wie vor Steuersenkungen für US-Bürger und Unternehmen zu den übergeordneten Zielen Donald Trumps. Außerdem strebt er eine Unabhängigkeit von ausländischem Öl an und setzt stattdessen vermehrt auf die Förderung von Erdgas.
Inwiefern er als Präsident der Vereinigten Staaten seinen angekündigten Zielen tatsächlich gerecht werden kann, bleibt abzuwarten. Am Tag seiner Vereidigung reagierten die US-Börsen recht verhalten auf seinen Amtseintritt, auch weil bei den Anlegern Sorgen über seine zukünftige Handelspolitik bestehen.

Einigung im US-Hypothekenstreit

Die Deutsche Bank hat sich nach einem langen Rechtsstreit mit der amerikanischen Justiz auf eine Strafzahlung von 7,2 Mrd. USD geeinigt, wovon 3,1 Mrd. USD auf das US-Justizministerium entfallen. Ursprünglich hatte das größte Kreditinstitut Deutschlands mit einer Summe von 14 Mrd. USD Strafzahlungen rechnen müssen. Das Geld fließt mit 4,1 Mrd. USD als Schadensersatz an Immobilienbesitzer und geschädigte Gemeinden, die im Vorfeld der Finanzkrise in den Jahren 2005 bis 2007 von der Deutschen Bank Immobiliendarlehen erhielten, welche sich im späteren Verlauf als nicht werthaltig herausstellten und bei den Anlegern zu hohen Verlusten führten. In das Urteil ging ebenfalls die Tatsache ein, dass zu den frühen Zeitpunkten Probleme bereits absehbar waren, die Verkäufe aber trotzdem weiterliefen. Die Deutsche Bank räumte in einem Tatsachenbericht ein, von einem höheren Risiko ihrer verbrieften Kredite gewusst zu haben. CEO John Cyan erklärte das Verhalten der Bank als nicht akzeptabel und entschuldigte sich „uneingeschränkt“ dafür.
Der Hypothekenstreit galt als eine der größten Altlasten der Deutschen Bank, die Beilegung dieses Rechtsstreits stellt daher eine große Erleichterung dar. Dennoch existiert noch eine lange Liste weiterer Rechtsstreitigkeiten, die mit der Finanzkrise von 2008 in Zusammenhang stehen und auch zukünftig zähe Verhandlungen mit sich führen werden.
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Aufstieg der Giganten

Apple, Alphabet und Microsoft sind die drei größten börsennotierten Unternehmen der Welt nach Marktkapitalisierung. Sie stehen für eine neue Klasse von Firmen, den wirtschaftlichen „Superstars“ und spiegeln den Aufstieg der IT-Branche an die Spitze der Forbes-Listen wider. Waren Ende 2006 von den zehn größten Firmen der Welt noch fünf im Energiesektor und nur eine in der Informationstechnologie angesiedelt, sind es heute mit den genannten genau fünf IT-Unternehmen und nur noch Exxon Mobil im Bereich der Energieversorgung. Sehr große Konzerne gewinnen zunehmend immer mehr an Bedeutung. Laut einer McKinsey-Studie generieren nur 10% der börsennotierten Unternehmen 80% der weltweiten Gewinne, dabei stehen allein Firmen mit Umsätzen von über 1 Mrd. USD für 60% der Einnahmen und 65% der Marktkapitalisierung der Welt. Unser BIP wird zunehmend von einigen wenigen großen globalen Playern erwirtschaftet. Der Trend der vergangenen Jahre ist eine zunehmende Konsolidierung der Wirtschaft. Gab es 1990 gerade einmal 11.500 M&As sind es heute bereits über 30.000 pro Jahr. Im letzten Jahr zeigte sich das z.B. an der Übernahme von SAB Miller oder LinkedIn. Diese Entwicklung führt auch dazu, dass die Zahl der börsennotierten Firmen weiter abnimmt. Im Zeitraum von 1997 bis 2013 hat sie sich in Amerika beinahe halbiert. In den Medien wird viel über neue Startups berichtet, tatsächlich gab es aber seit 1970 in keinem Jahr weniger Neugründungen als heute! Es schließen mehr Firmen als neue entstehen. Wie kommt es zu dieser Entwicklung und was hat sie zu bedeuten?
Großer und kleiner Löwe
Die heutigen Giganten sind durch einige große Innovationen, wie z.B. das iPhone, entstanden und haben stark von der Globalisierung profitiert. Einige, wie Nokia, wurden von neuen Entwicklungen überrollt und schnell von anderen ersetzt. Aber die aktuellen Konzerne halten sich beharrlich an der Spitze. Sie haben einen tiefen Burggraben aus Markenrechten und riesigen Cash-Reserven angelegt, der sie vor Konkurrenten schützt. Neben diesen Maßnahmen zeigen sich aber alle diese Firmen auch durch exzessive Steuervermeidung und massives Lobbying aus. Neue Regularien verursachen kleinen Firmen große Kosten und können von den „Superstars“ oft mit Hilfe juristischer Tricks umgangen werden. General Electric beschäftigt beispielsweise allein 900 Mitarbeiter nur für Steuerangelegenheiten und zahlte in 2010 quasi keine Abgaben an den Staat. Dies zeigt sich auch im Selbstverständnis der Branche: „Competition is for loosers“ – Peter Thiel (PayPal-Gründer). Vor allem in der IT-Branche kommt den Netzwerkeffekten eine große Rolle zu. In der Plattformökonomie gilt oft „winner takes all“, wie sich bei Facebook, Uber und vielen weiteren gezeigt hat. Diese Firmen haben durch ihre hohen Rücklagen die Mittel jegliche Konkurrenz einfach vom Markt zu kaufen. Startups haben oft nur noch das Ziel von einem der Big Player übernommen zu werden, anstatt selber einer zu werden. Bei 90% der Startups besteht der „Exit“ aus einem Verkauf an ein großes etabliertes Unternehmen.
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