Neuigkeiten


Neuer Vorstand und Beirat gewählt

DokumentDie IG Börse an der TU Dresden e.V. hat am Montag, den 23. Januar 2017 erfolgreich einen neuen Vorstand als auch einen neuen Beirat gewählt.

Zu Beginn der Mitgliederversammlung stand die Entlastung des alten Vorstands. Nach einem lobenden Rechenschaftsbericht des Beirats, entschloss sich die Versammlung einstimmig, den alten Vorstand zu entlasten.

Anschließend wurde der neue Vorstand gewählt. Mitglieder sind:

  • Christoph Sager (Vorsitz)
  • Felix Albrecht (Stv. Vorsitz)
  • Marcus Hüppe (Finanzer)
  • Katja Akulinin
  • Claudia Baumann
  • Moritz Huth
  • Lisa Marschner

Desweiteren haben wir unseren langjährigen Vorsitzenden (aktiv seit 2014) Franz-Robert Sachs verabschiedet. Ich möchte mich nochmal ganz herzlich im Namen des gesamten Vereins für seinen unermüdlichen Einsatz für den Verein danken!

Mitglieder des neuen Beirats sind:

  • Franz-Robert Sachs (Sprecher)
  • Martin Bormuth (Stv. Sprecher)
  • Tom Dudda
  • Arasto Soltani
  • Wolfhart Bahrs

Wir wünschen allen frisch gewählten eine erfolgreiche Legislaturperiode!

Aufstieg der Giganten

Apple, Alphabet und Microsoft sind die drei größten börsennotierten Unternehmen der Welt nach Marktkapitalisierung. Sie stehen für eine neue Klasse von Firmen, den wirtschaftlichen „Superstars“ und spiegeln den Aufstieg der IT-Branche an die Spitze der Forbes-Listen wider. Waren Ende 2006 von den zehn größten Firmen der Welt noch fünf im Energiesektor und nur eine in der Informationstechnologie angesiedelt, sind es heute mit den genannten genau fünf IT-Unternehmen und nur noch Exxon Mobil im Bereich der Energieversorgung. Sehr große Konzerne gewinnen zunehmend immer mehr an Bedeutung. Laut einer McKinsey-Studie generieren nur 10% der börsennotierten Unternehmen 80% der weltweiten Gewinne, dabei stehen allein Firmen mit Umsätzen von über 1 Mrd. USD für 60% der Einnahmen und 65% der Marktkapitalisierung der Welt. Unser BIP wird zunehmend von einigen wenigen großen globalen Playern erwirtschaftet. Der Trend der vergangenen Jahre ist eine zunehmende Konsolidierung der Wirtschaft. Gab es 1990 gerade einmal 11.500 M&As sind es heute bereits über 30.000 pro Jahr. Im letzten Jahr zeigte sich das z.B. an der Übernahme von SAB Miller oder LinkedIn. Diese Entwicklung führt auch dazu, dass die Zahl der börsennotierten Firmen weiter abnimmt. Im Zeitraum von 1997 bis 2013 hat sie sich in Amerika beinahe halbiert. In den Medien wird viel über neue Startups berichtet, tatsächlich gab es aber seit 1970 in keinem Jahr weniger Neugründungen als heute! Es schließen mehr Firmen als neue entstehen. Wie kommt es zu dieser Entwicklung und was hat sie zu bedeuten?
Großer und kleiner Löwe
Die heutigen Giganten sind durch einige große Innovationen, wie z.B. das iPhone, entstanden und haben stark von der Globalisierung profitiert. Einige, wie Nokia, wurden von neuen Entwicklungen überrollt und schnell von anderen ersetzt. Aber die aktuellen Konzerne halten sich beharrlich an der Spitze. Sie haben einen tiefen Burggraben aus Markenrechten und riesigen Cash-Reserven angelegt, der sie vor Konkurrenten schützt. Neben diesen Maßnahmen zeigen sich aber alle diese Firmen auch durch exzessive Steuervermeidung und massives Lobbying aus. Neue Regularien verursachen kleinen Firmen große Kosten und können von den „Superstars“ oft mit Hilfe juristischer Tricks umgangen werden. General Electric beschäftigt beispielsweise allein 900 Mitarbeiter nur für Steuerangelegenheiten und zahlte in 2010 quasi keine Abgaben an den Staat. Dies zeigt sich auch im Selbstverständnis der Branche: „Competition is for loosers“ – Peter Thiel (PayPal-Gründer). Vor allem in der IT-Branche kommt den Netzwerkeffekten eine große Rolle zu. In der Plattformökonomie gilt oft „winner takes all“, wie sich bei Facebook, Uber und vielen weiteren gezeigt hat. Diese Firmen haben durch ihre hohen Rücklagen die Mittel jegliche Konkurrenz einfach vom Markt zu kaufen. Startups haben oft nur noch das Ziel von einem der Big Player übernommen zu werden, anstatt selber einer zu werden. Bei 90% der Startups besteht der „Exit“ aus einem Verkauf an ein großes etabliertes Unternehmen.
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Zinserhöhung und Börsenfusion

US-Notenbank dreht an der Zinsschraube

Business NewspaperAm 16. Dezember 2015 hob die Federal Reserve, die Notenbank der USA, den Leitzins erstmals nach 9 Jahren wieder an. Ein weiteres turbulentes Jahr später, hat sich die FED erneut dazu entschieden an der Zinsschraube zu drehen. Dass die Marktteilnehmer fest mit dieser Entscheidung gerechnet haben und diese daher bereits seit längerer Zeit in den Aktienkursen eingepreist war, zeigte sich auch an den weltweiten Finanzmärkten, die sich kaum beeindruckt zeigten. Dies lag unter anderem an den historisch niedrigen Arbeitslosenzahlen und dem prognostizierten Wirtschaftsaufschwung, der unter anderem auf Grund diverser Infrastrukturprogramme des künftigen US-Präsidenten erwartet wird. Dennoch schaffte es Janet Yellen in der anschließenden Versammlung für eine kleine Überraschung zu sorgen. Ging man bisher davon aus, dass im kommenden Jahr zwei Leitzinserhöhungen anstehen, rechnet man nun sogar mit insgesamt drei Anhebungen. In der Folge stürzte der EUR/USD-Wechselkurs bis auf ein 14-Jahres-Tief von 1,045 USD ab. Frau Yellen wies jedoch auch darauf hin, dass dies stark von den tatsächlichen, wirtschaftlichen Entwicklungen abhängen wird, die unter dem neuen US-Präsident Donald Trump folgen werden. Für die Zukunft erwartet die Notenbankchefin einen Leitzins Ende des Jahres 2017 bei 1,4 %, 2018 bei 2,1 % und 2019 bei 2,9 %.

Börsenfusion weiterhin ungewiss
Die Deutsche Börse AG und die London Stock Exchange haben nach nunmehr 10 Monaten noch immer kein grünes Licht für ihre geplante Mega-Fusion erhalten. Die EU-Kommission erklärte in einem Schreiben an die Deutsche Börse, dass die Liste der Bedenken im Vergleich zum letzten Schreiben im September zwar kürzer geworden ist, aber noch immer Vorbehalte bestehen, die eine Fusion unterbinden. Als größte Hürde wird dabei die Abwicklung von Derivategeschäften (Clearing) genannt, bei der die fusionierte Unternehmung eine dominierende Stellung im Markt einnehmen würde. Im Februar dieses Jahres verkündete die Deutsche Börse erstmals ihre Pläne für die Fusion mit der LSE. Ein Zusammenschluss der beiden Unternehmen soll jährlich 20 % (450 Mio. EUR) der gemeinsamen Kosten einsparen. Dies ist insgesamt der dritte Anlauf der beiden Börsenbetreiber bezüglich einer Fusion. Bereits in den Jahren 2000 und 2004 gab es Pläne für einen Zusammenschluss, die jedoch durch die fehlende Zustimmung der Aktionäre scheiterten.
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Einblick in die Londoner City

Bericht über die Exkursion der IG Börse Dresden e.V.

Einmal im Jahr organisieren wir eine Exkursion in eine der Finanzmarktmetropolen der Welt. Dieses Jahr war London, das (noch) wichtigste Finanzzentrum Europas, an der Reihe.

Am Mittwoch den 2. November ging es früh morgens mit dem Bus nach Berlin Schönefeld, von wo aus es direkt mit dem Flugzeug nach London gehen sollte. Nach kurzer Zeit war schließlich klar, dass es nicht so schnell weitergehen würde. Von allen Flügen, war der mit der Nummer „FR8543“ der einzige mit Verspätung. Genau dieser war unser Flug. Nachdem dreimal die Verspätung zuverlässig um 45 Minuten erhöht wurde, konnten wir schließlich gegen 17 Uhr abheben. In London Stansted angekommen, war es schließlich noch eine Stunde Fahrt bis zu unserem kleinen, beschaulichen Hotel. Umso kleiner die Räume, desto besser die Lage: Direkt am Hyde Park gelegen, war unsere Unterkunft eine gute Ausgangsposition für diverse Trips. Nach einem langen Tag kehrten wir zuerst bei einem kleinen indischen Restaurant ein, wo wir uns direkt an das Londoner Preisniveau gewöhnen mussten.
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