Kommende Termine

16.04.2018

Montagstreff - Einstieg ins Semester

Zeit: 18:30 Uhr (7. DS)

Ort: Hörsaalzentrum der TU Dresden, Raum E05

1. Semesterplanung
2. Gewinnspiel
3. Vorstellung Wikifolio
4. Weitere Vorträge

Aktuelles

Am 03.Mai 2018 findet wieder einmal unser allseits beliebtes Cocktailhopping statt. Wie immer würde wir uns über viele Teilnehmer freuen, benötigen, aber eine feste Zusage bis zum 26.April. Die Kosten für dieses Event liegen in diesem Jahr bei 10,00€, dafür erhaltet ihr aber auch 6 oder mehr Cocktails. Zum Abschluss werden wir uns dann wieder in einer Bar oder Kneipe in der Neustadt treffen und den Abend gemeinsam ausklingen lassen.
Desweiteren sind wir auch noch auf der Suche nach Wgs, die uns wie jedes Jahr unterstützen.

Wenn ihr am Cocktailhopping teilnehmen, oder sogar eine Wg stellen wollt, dann meldet euch mit einer Mail bei anna.muehlfelder@igboerse.de

Neuigkeiten

Emmision in Milliardenhöhe

Springer Nature an die Börse

In Deutschland läuft die dritte Emission in Milliardenhöhe im aktuellen Jahr an. Nach Healthineers, einem Tochterunternehmen von Siemens (4,5 Milliarden Dollar) und der Vermögensverwaltung DWS von der Deutschen Bank (1,6 Milliarden Dollar), plant nun auch der Wissenschaftsverlags Springer Nature seinen Börsengang. Die bisherigen Eigentümer des Verlags Stefan von Holtzbrinck (53 Prozent) und BC Partners (47 Prozent) möchten ihr Unternehmen in Form einer Kommanditgesellschaft auf Aktien an die Börse in Frankfurt bringen. Genauso hatte es kurz zuvor die Deutsche Bank mit der DWS vorgemacht hat. Dennoch wird die Deutsche Bank diese Emission nicht begleiten. Generell wird für das Konsortium kein deutsches Kreditinstitut engagiert. Die Eigentümer wollen vielmehr auf die Erfahrung vieler ausländischer Banken setzen: JP Morgan, Morgan Stanley, Bank of America Merrill Lynch, BNP Paribas, Credit Suisse, Goldman Sachs und die Société Générale. ¹

Im Jahr 2015 ist der Wissenschaftsverlag Springer Nature aus dem Zusammenschluss von Business Media und Springer Science, sowie Macmillan Science and Education entstanden. Mit hohen Publikationszahlen von rund 300.000 Artikeln in 13.000 Büchern und 2.800 Magazinen allein im vergangenen Jahr, sieht sich Springer Nature als den größten Verlag für Wissenschaftsbücher in englischer Sprache und als Weltmarktführer für Open-Access-Veröffentlichungen. Das Online-Portal mit den wissenschaftlichen Inhalten ist weltweit bekannt und registriert täglich über zwei Millionen Aufrufe.²

Der Verlag wurde bereits seit geraumer Zeit als Börsenkandidat gehandelt. Nun ist es offiziell. Der „1,2 Milliarden Euro schwere Börsengang“ soll frühestens in vier Wochen stattfinden. Damit ist es jedoch nicht genug, der Telefonspezialist Nfon hat ebenfalls seine Absicht für einen Börsengang geäußert, dieser wird mit 50 Millionen Euro vergleichsweise viel kleiner ausfallen. ²

 


¹ http://www.faz.net/aktuell/finanzen/finanzmarkt/springer-nature-boersengang-geschieht-ohne-deutsche-bank-15540709.html
² https://www.handelsblatt.com/finanzen/maerkte/aktien/neuemission-springer-nature-und-nfon-streben-an-die-boerse/21165774.html

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MiFID II & Trumps Steuerreform

MiFID II

MiFID II ist die überarbeitete Richtlinie der 2007 verabschiedeten Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente MiFID I (Markets in Financial Instruments Directive). MiFID II und die dazugehörige Verordnung über Märkte für Finanzinstrumente (Markets in Financial Instruments Regulation, MiFIR, Verordnung (EU) Nr. 600/2014) traten am vergangenen Mittwoch in Kraft.
Laut Regulierungsbehörden soll MiFID II das getrübte Vertrauen, aufgrund der Finanzkrise 2008, auf den Finanzmärkten wiederherstellen. Die neue Richtlinie und Verordnung gelten definitionsgemäß für Wertpapierfirmen, Kreditinstitute, bestimmte nichtfinanzielle Gegenparteien, zentrale Gegenparteien und Drittlandfirmen, die Wertpapierdienstleistungen und Anlagetätigkeiten in der Europäischen Union ausführen.
Eine der wichtigsten Neuerungen ist, dass Fondsmanager für Research-Leistungen von Banken und anderen Anbietern bezahlen müssen. MiFID II zwingt Investmentbanken, Research- und Broker-Dienste separat in Rechnung zu stellen, um Interessenkonflikte zu vermeiden. Bisher wurden die Research-Kosten in solche Gebühren eingebaut, die die Vermögensverwalter für die Ausführung von Handelsgeschäften bezahlten. Dies sorgte für Intransparenz und für problematische Provisionsmodelle. Außerdem habe es solche Banken bevorzugt, die den besten Zugang zum Handelsgeschäft boten.
Die Richtlinie soll Transparenz und eine faire Behandlung des Anlegers schaffen. Seit dem 3. Januar 2018 wird jedes Telefongespräch mit einem Wertpapierexperten aufgezeichnet. Dies soll bei Rechtsstreitigkeiten helfen, ob z.B. ausreichend über Risiken des empfohlenen Finanzprodukts aufgeklärt wurde. Auch eine umfassende Kostenübersicht bei der Order eines Wertpapieres soll die Kostentransparenz zukünftig weiter steigern.

Der enorme Umfang, die Ausführlichkeit, Verflechtung und Querverweise der regulatorischen Bestimmungen sowie die Durchführungsbestimmungen sorgen allerdings für eine hohe Komplexität und schwereres Verständnis. Ob MiFID II tatsächlich zu einer Verbesserung der Situation an den Finanzmärkten führt, bleibt abzuwarten. Die mit der Einführung von MiFID II hohen regulatorischen Kosten für die Institute führten bereits dazu, dass sich einige aus dem Markt zurückziehen und der Wettbewerb abnimmt. Die höheren Kosten könnten an die Verbraucher weitergegeben werden. Im Rahmen einer Anlageberatung könnten insbesondere die Gebühren für Kleinanleger steigen oder die Beratungsleistung abnehmen, was sich wiederum negativ auf die sowieso schon wenig ausgeprägte Aktienkultur in Deutschland auswirken könnte. 1

 

Trumps Steuerreform

Die Steuerreform in den USA steht kurz vor der Vollendung. Angeblich soll es die Steuern von Privatpersonen und Unternehmen um 1,5 Billionen Dollar senken.
Unter anderem sinken die Ertragssteuern der Unternehmen vom 35 auf 21 Prozent. Außerdem können manche Investitionen sofort steuermindernd abgeschrieben werden.
Ebenfalls ändert sich die Besteuerung von im Ausland erzielten Gewinnen. Bisher mussten 35 Prozent dieser bei der Rückführung des Geldes abgeführt werden. Nach der neuen Steuerreform wird nur noch ein Steuersatz von 15,5 bzw. 8 Prozent fällig, abhängig von der Liquidität der Mittel. Dies könnte besonders interessant für solche Technologieunternehmen sein, die viel Geld im Ausland horten. Bei Apple beispielsweise sind es mehr als 250 Milliarden Dollar.
Für Privatpersonen sinkt der Spitzensteuersatz von 39,6 auf 37 Prozent. Pauschale Freibeträge werden verdoppelt, Freibeträge für die Erbschaftssteuer sowie Steuergutschriften für Familien mit Kindern werden erhöht. Nach einer Untersuchung der Organisation Tax Policy Center profitieren besonders die vermögenderen Haushalte von dieser Reform.
Steuersenkungen sollen laut des Joint Committee on Taxation, dem Steuergremium des US-Kongresses, ein moderates Wirtschaftswachstum bewirken, was künftig die Steuereinnahmen erhöht. Diese seien jedoch nicht so hoch, um die Ausfälle ausgleichen zu können. Dadurch soll sich das amerikanische Haushaltsdefizit über das kommende Jahrzehnt um eine Billion Dollar erhöhen.2

¹ http://deutsche-boerse.com/dbg-de/regulierung/regulatory-dossiers/mifid-mifir/mifid-i-to-mifid-ii
http://www.handelsblatt.com/finanzen/anlagestrategie/trends/richtlinie-fuer-finanzinstrumente-das-muessen-sie-ueber-mifid-ii-wissen/20807786.html
https://www.welt.de/wirtschaft/article169785740/So-aendert-sich-ab-Januar-2018-die-Bankberatung.html
² http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/steuerreform-in-den-usa-die-wichtigsten-fragen-und-antworten-15351951.html
http://www.handelsblatt.com/politik/international/trumps-programm-fast-durch-us-senat-verabschiedet-steuerreform/20759118.html

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Funktionsweise des Bitcoins

Im letzten Newsletter berichteten wir vom „Bitcoin Future“.
Immer wieder taucht dieser Bitcoin in den Medien auf, aber was genau ist das? Was steckt dahinter und wie funktioniert er? Genau das möchten wir euch heute kurz in unserem Newsletter erklären.
Die Transaktionen werden dabei in Blöcken zusammengefasst. Jeder Block ist durch eine eigene individuelle Info (Hash) identifizierbar. Jeder nachfolgende Block verweist dann auf den vorhergehenden, wodurch die Blockkette (block chain) entsteht.

 

Bsp. anhand einer Transaktion von A nach B:

Die Netzwerkteilnehmer, auch Miner genannt, konkurrieren nun miteinander. Beide möchten die Transaktion von A prüfen und bestätigen. Sie betreiben dabei das Bitcoin-Netzwerk, indem sie mehrere Transaktionen zusammenfassen und validieren und im Anschluss sichern. Neue Transaktionen werden in einem neuen Block dokumentiert und an das Ende der Kette angehängt. Schafft das einer der Miner, wird er in Form von momentan 12,5 Bitcoins belohnt. Da ein dezentrales Netzwerk vorherrscht und mehrere Miner vorhanden sind, liegt die Blockchain nie auf einem einzigen Rechner.

Schon gewusst? In Frankfurt auf der allbekannten „Fressgass“ gibt es ein Kaffee, in dem Kunden mit Bitcoins bezahlen können. Auch die Nord LB bietet ihren Mitarbeitern nun an, mit der imaginären Währung ihre Speisen zu bezahlen.


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