Kommende Termine

28.05.2018

Montagstreff

Zeit: 18:30 Uhr

Ort: HSZ, Raum E05, Bergstraße 64

Update Wikifolio
Value Investment

Aktuelles

Am 28. Mai 2018 findet wieder einmal unser Montagstreff statt. Wie immer würde wir uns über viele Teilnehmer freuen. Dieser Montagstreff steht ganz im Zeichen von Wikifolio und Value Investment.

Neuigkeiten

Elektromobilität auf Vormarsch

Elektromobilität bewegt globalen Automobilmarkt

Laut der Studie „The Electric Car Tipping Point” der Boston-Consulting Group (BCG) sinkt der globale Marktanteil der mit Verbrennungsmotoren angetriebenen Fahrzeuge bis 2030 von aktuell 96% auf ca. 50%. Verdrängt werden diese durch hybride Antriebe (ca. 36%) und ausschließlich elektrisch betriebene Fahrzeuge (ca. 14%). Laut BCG sind die treibenden Faktoren für diesen Wandel folgende:

  • Ab 2020: Die Einhaltung von Emissionsvorschriften veranlasst die Automobilbranche zu einem stärkeren Verkauf von Elektrofahrzeugen.
  • Ab 2025: Eine gestiegene Nachfrage und weiter gesunkene Batteriekosten (2009: 700 USD/KWh vs. heute: 150-175 USD/KWh) führen zu einem globalen Marktanteil der Elektrofahrzeuge von etwa 6%.
  • 2030: Weiterhin sinkende Batteriekosten auf ca. 70-90 USD/KWh steigern den Marktanteil auf ca. 14%.

Antreiber ist dabei nicht nur Tesla. Audi avisiert den Verkauf von 0,8 Mio. Elektro- und Hybridfahrzeugen im Jahr 2025. Daimler und BMW wollen den Anteil der Elektrofahrzeuge an ihren Gesamtverkäufen bis 2025 auf ca. 15-25% steigern. Porsches „Mission E“konkurriert ab 2019 direkt mit dem Tesla Model S. Druck kommt auch seitens China mit dem dort ansässigen Automobilhersteller Nio. Durch die vergleichsweise höheren Investitionsvolumina und die Erfahrung aus der Massenmarktproduktion, könnten deutsche Automobilhersteller gegenüber Tesla zukünftig einen bedeutenden Vorteil auf dem Elektromobilitätsmarkt erreichen. ¹ ²

 

Strategiewende bei US-Investmentbank Goldman Sachs

Goldman Sachs steigt mit der Online-Banking-Plattform „Marcus“ nach dem amerikanischen jetzt auch in das europäische Privatkundengeschäft ein. Nach dem Launch im Juni in Großbritannien, möchte die Bank einen Markteinstieg in Deutschland wagen, welcher durch den hohen Marktanteil der Sparkassen und Genossenschaftsbanken als besonders herausfordernd angesehen wird. Der Fokus der Plattform soll auf Sparkonten und Verbraucherkrediten liegen. Mit dem Einstieg ins Privatkundengeschäft erhofft sich Goldman eine Steigerung der Umsätze und eine Diversifikation der Cashflows, die sonst überwiegend aus dem Investmentbanking stammen. Auch wird durch den Zinsanstieg beispielsweise ein Rückgang der Erträge aus dem Private Equity Geschäft und anderen Teilen der Investing & Lending Division erwartet.³

¹ https://www.bcg.com/de-de/d/press/06Nov2017-PM_The-Electric-Car-Tipping-Point-175834
² https://www.tagesschau.de/wirtschaft/boerse/tesla-203.html
³ https://www.ft.com/content/a8844cfa-543e-11e8-b3ee-41e0209208ec
https://www.boerse.ard.de/aktien/goldman-sachs-startet-frontalangriff-auf-sparkasse100.html

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Hauptversammlung Wacker Chemie AG

Am Mittwoch, dem 09.05.2018, fand in München die Aktionärs-Hauptversammlung der Wacker Chemie AG statt. Aufgrund einer Einladung von Mandy Mellen, ehemaliges IGB Vorstandsmitglied und gegenwärtig Marketing Communication Manager bei der Wacker Chemie AG, erhielten ein paar von uns die Möglichkeit an dieser Versammlung teilzunehmen.
Wacker Chemie AG ist ein 1914 gegründeter, global agierender Chemiekonzern mit Hauptsitz in München, dessen Gründerfamilie immer noch im Unternehmen aktiv ist. Peter-Alexander Wacker, der Urenkel des Gründers Alexander Wacker, ist aktuell Aufsichtsratsvorsitzender.
Über mehrere Generationen von der Familie kontrolliert, betreibt der Konzern 23 Produktionsstätten in Europa, Asien und Amerika. Von Nachhaltigkeit geprägt und auf Umweltschutz ausgelegt, fokussiert sich Wacker sowohl auf Innovationen in Prozessen als auch bei Produkten. Mit den vier Grundsäulen Silicones, Polymers, Biosolutions und Polysilicon wird ein breites Spektrum geboten, in welches wir einen Einblick erhielten.Continue reading

Italiens Wahl und Atomabkommen

Piove Governo Ladro

Selbst am Regen seien die Politiker Schuld. So lautet ein verbreitetes Sprichwort hier in Italien. Und damit lässt sich wohl auch ganz gut das Wahlergebnis vom März zusammenfassen: Die Regierungsparteien wurden abgestraft und zwei recht junge Parteien konnten stark zulegen. Die Lega Nord konnte vor allem im Norden mit weitreichender Kritik an der Flüchtlingspolitik und der Forderung nach einer „Flat-Tax“ von 15% punkten und die M5S gewann im strukturschwächeren Süden des Landes mit dem Versprechen von mehr Investitionen und einer Art Grundeinkommen. Nachdem Berlusconi, Bündnispartner der Lega Nord, angekündigt hat, eine Koalition der beiden Parteien zu dulden, wurde in den letzten Wochen versucht, diese eher konträren Forderungen zu vereinen.¹
Italien steht vor strukturellen Problemen und dem Dilemma zwischen dringend erforderlichen Investitionen und andererseits einer Staatsverschuldung von 130% des BIP und einer EU, die auf Austerität pocht. Steigende Zinsen werden die versprochenen Erleichterungen und Sozialprogramme zusätzlich erschweren. Gerade hier dürfte sich in den nächsten Jahren die Zukunft der Europäischen Gemeinschaft zeigen. Der Norden Europas wird versuchen, die neue Regierung zur Sparsamkeit zu bewegen, aber diese wurde genau dafür gewählt, sich dem zu widersetzen. Die Wut auf die alten Politiker ist groß und droht auf die EU umzuschwenken.² Wie wäre die Stimmung in Deutschland, wenn in NRW 60% Jugendarbeitslosigkeit herrschen würde, wie es in hier in manchen Regionen der Fall ist?
Deutschland kann sich als einer der Profiteure der aktuellen Situation ansehen, denn viele Italiener (vor allem gut ausgebildete) stimmen mit den Füßen ab und wandern aus. Zudem lohnt sich ein Blick über den Tellerrand hinaus: Rechnet man die sogenannte implizite Verschuldung (zukünftige Defizite und ungedeckte Pensionskosten) mit ein, steht Italien aufgrund vergangener Rentenreformen besser da als Deutschland.³

 

Trump steigt aus Iran-Abkommen aus

Am Dienstag kündigte Präsident Trump an, dass sich die USA aus dem Atomabkommen mit dem Iran zurückziehen werden. Die Aktienmärkte in Deutschland und den USA reagierten kaum auf die Meldung, da der Ausstieg bereits vorher erwartet worden war. Offen bleibt, wie es nun weiter geht. Die USA werden wohl vorerst die einzigen sein, die Sanktionen gegenüber dem Iran aufbauen. Für deutsche Unternehmen, die im Iran und auch in den USA Geschäfte machen, wird es trotzdem Konsequenzen haben. Sogenannte sekundäre Sanktionen führen dazu, dass die USA ausländische Unternehmen, die sich nicht an die Sanktionen halten, auf dem Heimatmarkt bestrafen können.⁴

¹ https://www.tagesschau.de/ausland/italien-regierungsbildung-105.html
² http://www.dw.com/de/italien-wirtschaft-ohne-regierung/a-43717593
³ https://www.stiftung-marktwirtschaft.de/fileadmin/user_upload/Pressemitteilungen/2017/Ergebnisse_kurz_Ehrbare_Staaten_2017_12_12.pdf
⁴ http://www.sueddeutsche.de/politik/europa-und-das-iran-abkommen-vereint-im-zorn-auf-trump-1.3975445

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