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    Aktuelles

    Neuigkeiten

    Ubisoft vs. Vivendi & Apple feiert Verkaufsjubiläum

    Ubisoft vs. Vivendi

    In der virtuellen Welt der erfolgreichen Computerspiele wie Assassin’s Creed wird die Heldenfigur vor mächtige Gegner und schwierige Kämpfe gestellt. Auch das dahinterstehende Unternehmen Ubisoft sieht sich großen Herausforderungen gegenüber. Der französische Spielehersteller kauft seine Aktien zurück, was den Aktienkurs nach oben treibt. Das Ziel ist es bis zum Ende des Jahres 4 Mio. Papiere vom Markt zu nehmen. Mit diesem Plan möchte Ubisoft seine eigenen Anteile stärken, um die feindliche Übernahme durch den Medienkonzern Vivendi abzuwehren. Das ebenfalls französische Unternehmen hält aktuell rund 27 Prozent aller Aktien. Sobald die Grenze von 30 Prozent überschritten wird, muss Vivendi gemäß französischem Recht dem Spielehersteller ein Kaufangebot unterbreiten. Im anderen Fall müssen die Aktien unverzüglich verkauft werden. Vivendi wird sich laut Expertenmeinungen das lukrative Geschäft wohl nicht entgehen lassen. Im vergangenen Jahr hatte Ubisoft einen Umsatz von 109 Mrd. Dollar. Zudem hat die Nachrichtenplattform Newzoo das weltweite Wachstum des Gaming-Marktes für 2017 auf rund 22 Prozent geschätzt.1

     

    Apple feiert Verkaufsjubiläum

    Apple fiebert seinem zehnjährigen Verkaufsjubiläum in der iPhone-Sparte entgegen. Gefeiert wird diese mit der Markteinführung seines bisher teuersten Smartphone, dem iPhone X. Der Mindestpreis beläuft sich auf 1.149 Euro für ein Gerät. Die Kunden sind jedoch nicht abgeschreckt, denn die Nachfrage ist sehr groß. In diesem Zusammenhang berichtete Apple immer wieder über Produktionsengpässe. Im vergangenem Quartal konnte ein Gewinnwachstum von rund 19 Prozent verzeichnet werden. Am letzten Donnerstag erlebte die Apple-Aktie im nachbörslichen Handel ein Rekordhoch. Mit einer Marktbewertung von 868 Mrd. Dollar stellt Apple nicht nur den Konkurrenten Samsung Electronics mit einer Bewertung von 350 Mrd., sondern auch den Google-Mutterkonzern Alphabet mit 720 Mrd. in den Schatten.2

    ¹ Euro am Sonntag, 4.-10. November 2017, Nr. 44, S. 24
    ² Euro am Sonntag, 4.-10. November 2017, Nr. 44, S. 13

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    Ergebnisse des dritten Quartalsberichts 2017 von Tesla, Inc.

    Q3 Ergebnisse von Tesla, Inc.

    Am Mittwoch veröffentlichte Tesla seine Ergebnisse für das 3. Quartal 2017:

    • Umsatz: 2,98 Mrd. USD (Q3 2016: 2,3 Mrd. USD)
    • Gewinn: -671 Mio. USD (Q3 2016: 22 Mio. USD)
    • Free Cashflow: -1,42 Mrd. USD (Q3 2016: 176 Mio. USD)

    Der Umsatz wuchs damit im Vergleich zum Q3 2016 deutlich um 29,6%. Im Q3 2017 lieferte Tesla 26.137 Modelle aus. Damit wurden nun insgesamt mehr als 250.000 Teslas ausgeliefert. Die Model S- und Model X-Auslieferungen stiegen um 4,5% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum an, womit Tesla seinen Anteil im US-Markt für Luxusfahrzeuge weiter steigern konnte. Gleichzeitig wurde ein Rekord bei den Neubestellungen für die Limousine Model S und den Geländewagen Model X erreicht. Für das wesentlich günstigere Model 3 (Basisversion kostet ca. 35.000 USD) liegen bislang Bestellungen in der Höhe eines Vielfachen der bislang gesamten jährlichen Absatzmenge an Teslamodellen vor. Jedoch wird sich die Erweiterung der Produktionskapazität für Model 3 – und damit auch der Eintritt in einen Massenmarkt – durch Engpässe in der Fertigung verzögern.
    Anlass zur Sorge gab den Aktionären der hohe Quartalsverlust von 671 Mio. USD und der hohe Verbrauch an Barmitteln. Schloss die Aktie noch am Mittwoch bei 321,08 USD, so eröffnete sie am nächsten Tag nach dem Quartalsbericht um 6,57% niedriger bei 300,00 USD. Am Freitag erholte sich die Aktie leicht und ging mit 306,09 USD aus dem Handel. Vom Jahreshöchstkurs von 389,57 USD ist die Aktie damit zwar ca. 21,45% entfernt, allerdings lautet die Jahresperformance immer noch +42,46%. Der direkte US-Konkurrent General Motors schaffte im selben Zeitraum nur eine Aktienperformance von +21,71% – ist dafür aber innerhalb der letzten Monate deutlich stärker gestiegen.
    Die künftige Entwicklung der Autoverkäufe Teslas sowie der Aktie bleibt spannend. Apple-Mitgründer Steve Wozniak kritisierte jüngst den zu großen Hype um Tesla. Schafft es Tesla jedoch, die hohen Bestellungen des Models 3 zeitnah zu bedienen, dürfte die Aktie noch Potenzial nach oben haben. Weiterhin soll Mitte des Monats seitens Tesla ein elektrisch betriebener Lastwagen vorgestellt werden. Perspektivisch soll in 2-3 Jahren auch ein weiteres „Model Y“ (kompakter Geländewagen) präsentiert werden. Der negative Free Cashflow dürfte somit zum Teil in den hohen Investitionen in die aktuelle Fertigung des Models 3 und die künftigen Modelle begründet sein.


    http://files.shareholder.com/downloads/ABEA-4CW8X0/5511824760x0x962149/00F6EB90-2695-44E6-8C03-7EC4E06DF840/TSLA_Update_Letter_2017-3Q.pdf
    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/elektroautohersteller-wieder-mit-hohen-verlusten-15273459.html
    http://www.finanzen.net/nachricht/aktien/herbe-kritik-steve-wozniak-um-tesla-gibt-es-zu-viel-hype-5790234
    Börsenkurse: finanzen.net

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    Commerzbank als Übernahmeziel, EZB-Geldpolitik und DAX-Allzeithoch

    Commerzbank als Übernahmeziel

    Acht Jahre nach der Übernahme der Dresdner Bank wird das zweitgrößte Geldhaus Deutschlands nun selber als Übernahmeziel gehandelt. Während bereits im letzten Jahr Gerüchte über einen möglichen Zusammenschluss der Deutschen Bank und der Commerzbank umgingen, sind in jüngerer Vergangenheit auch ausländische Banken in den Interessentenpool eingetreten. Namhafte Finanzinstitute wie die Unicredit, die BNP Paribas oder die Crédit Agricole haben Interesse an der Commerzbank verkündet oder die Möglichkeit einer Übernahme zumindest zu prüfen. Im Rahmen dieser Übernahme-Avancen hat sich die Commerzbank selbst nun dazu entschieden, die beiden Investmentbanken Goldman Sachs und Rothschild als Berater heranzuziehen. Die beiden Institute, die im Bereich Mergers & Acquisitions führend sind, sollen sämtliche Optionen – von einer eventuellen Übernahme bis hin zu Abwehrmöglichkeiten einer feindlichen Übernahme – prüfen. Generell wird eine Übernahme jedoch durch zwei wesentliche Faktoren erschwert. Zum einen vollzieht die Commerzbank im Rahmen ihrer im letzten Jahr verkündeten Strategie „Commerzbank 4.0“ einen grundlegenden Wandel, in dem das Personal bis 2020 um etwa ein Fünftel abgebaut und 80 % der Geschäftsprozesse digitalisiert werden sollen. Zum anderen befinden sich rund 15 % der Aktien im Besitz der Bundesregierung, die einen Verkauf ihrer Anteile nur durchführt, wenn ein Verlust für den Steuerzahler vermieden wird. Die Anteile befinden sich seit fast 10 Jahren im Besitz des Bundes und wurden zu Zeiten der Finanzkrise erworben, als die Commerzbank ohne die Mittel der Steuerzahler in finanzielle Schwierigkeiten geraten war. Ungeachtet dieser Barrieren bescherten die Übernahmefantasien der Investoren der Commerzbank-Aktie ein Wochenplus von knapp über 1% mit einem zeitweisen Wochenhoch von 12,41 EUR.

     

    EZB-Geldpolitik

    Die Europäische Zentralbank (EZB) hat in dieser Woche einen klaren Schritt in Richtung eines Ausstiegs aus ihrer ultralockeren Geldpolitik gewagt. Auf der EZB-Sitzung am Donnerstag verkündete Zentralbankpräsident Mario Draghi das Volumen der Anleihekäufe zu halbieren und damit „nur“ noch 30 Mrd. EUR monatlich in die Märkte zu pumpen. Ein Ausstieg aus dem sogenannten „Quantitative Easing“ (QE), das vor allem von Bundesbankpräsident Jens Weidmann kritisiert wird, wurde bereits seit längerer Zeit gefordert. Damit hat sich die EZB jedoch neben der Halbierung der monatlichen Anleihekäufe für eine Verlängerung des Programms um weitere neun Monate bis September 2018 entschieden. Somit steigt das Gesamtvolumen auf insgesamt 2,55 Billionen EUR an. Das QE-Programm, das im März 2015 mit monatlichen Käufen von 60 Mrd. EUR begann und anfangs noch bis September 2016 laufen sollte, wird laut aktuellem Stand 1,45 Billionen EUR mehr in die Finanzmärkte spülen, als ursprünglich geplant waren. Europäische Aktien freuten sich über die Verlängerung des Programms, was sich im Kursanstieg des EuroStoxx50 um 1,3% widerspiegelte. In Deutschland reagierte der Aktienmarkt auf die Neuigkeiten der Zentralbank mit einem neuen Allzeithoch.

    Quellen: Handelsblatt, Thomson Reuters, finanzen.net

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