But remember in September – oder nicht?

chart-dj_2016-10-07

Wochenüberblick

Noch vor wenigen Monaten wurde der Stromriese RWE als Pleitekandidat behandelt. Die ungeklärten Einbußen infolge des Atomausstiegs bedrohten das Unternehmen und der RWE-Aktienkurs fiel zusammen mit den Großhandelsstrompreisen. Doch am vergangenen Freitag gab es einen Grund zum Jubeln: Innogy, das auf regenerative Energie spezialisierte Tochterunternehmen von RWE, ging an die Börse. Damit erlebte Frankfurt die größte Neuemission seit dem Jahr 2000. Das Debüt spielte insgesamt fünf Milliarden Euro, bei einer Ausgabe von 139 Millionen Aktien, in die Kassen der beteiligten Unternehmen ein. Mit 75 Prozent bleibt RWE zunächst der größte Anteilseigner nach der Abspaltung seiner Ökostromtochter. Auch auf langfristige Sicht soll sich dies nicht ändern. International trifft Innogy auf starke Konkurrenz in der Ökostrombranche. Denn sowohl der spanische Versorger Iberdrola als auch der französische Versorger EDF haben vergleichbare Tochtergesellschaften gegründet.

In den vergangenen Wochen musste sich die Deutsche Bank immer wieder gegen laut werdende Spekulationen über ihre Zahlungsunfähigkeit wehren. Berichte über mögliche Staatshilfen für die Bank wurden dementiert. Trotzdem beunruhigten die Nachrichten die Anleger zunehmend, sodass Verkäufe überwogen. Der Ausverkauf der Deutschen Bank Aktie fand ihren Höhepunkt mit der Bekanntgabe, dass zahlreiche Hedgefonds ihr Geld abziehen. Der Aktienkurs fiel kurzzeitig auf einen Wert von unter zehn Euro, was ein Rekordtief darstellt. Die Finanzwelt fühlte sich an die Geschehnisse der Lehman-Pleite erinnert. Am Freitag bestätigte die Ratingagentur S&P die Kreditwürdigkeit der Deutschen Bank erneut mit „BBB+“. Seitdem erholte sich der Kurs kräftig und die Aktie legte wieder über 20% zu.

Marktausblick

Dow Jones
Nach einer knapp 2-monatigen Seitwärtsbewegung im DOW JONES (seit Mitte Juli), kam es am 09.09.2016 zu einem Ausbruch entlang der Unterstützungslinie im Bereich von 18266 Punkten. Aktuell lässt sich ein perfektes Korrekturdreieck beobachten, welches in den nächsten Tagen zu weiteren Signalen führen könnten. Mit 18230 Punkten verabschiedete sich der Dow Jones ins Wochenende.

DAX
Im DAX befinden wir uns aktuell bei 10492,00 Punkten. Ein sich zeichnender, mittelfristiger Trend ist dabei nur sehr begrenzt erkennbar. Ähnlich wie im Dow Jones zeigt sich seit etwa 2 Monaten eine Seitwärtsbewegung in der kurzen Frist. Ein stärkerer Wiederstand befindet sich derzeit im Bereich um 10800 Punkte, welcher erst nachhaltig überwunden werden muss um weiteren Raum nach oben zu schaffen.

Gold
Gold befindet sich aktuell in einer Konsolidierung. Seit dem Jahreshoch vom 06.07.2016 bei 1375,25 Dollar je Feinunze, wurde vergangenen Dienstag eine wichtige Unterstützung im Bereich 1300 Dollar nach unten durchbrochen und löste damit ein Verkaufssignal aus. In Folge dessen kam es innerhalb der nächsten Handelstage zu weiteren Kursverlusten auf einem Schlussstand von 1257,10 Dollar je Unze am Freitagabend.

OIL Brent
Der Ölpreis zeigte in den vergangenen Monaten eine erhöhte Volatilität auf. Grund hierfür sind erste Signale, seitens der OPEC und Saudi-Arabiens über eine Begrenzung der Förderung nachzudenken. Charttechnisch konnte hierbei der Wiederstand bei 52,866 Dollar je Barrel noch nicht überwunden werden. Sollte neben dieser Marke auch die Marke bei 54,569 Dollar je Barrel in den nächsten Wochen geknackt werden, wäre dies ein wichtiges Kaufsignal für weiter steigende Ölpreise. Der aktuelle Preis liegt bei 51,750 Dollar/Barrel.

Organisatorisches
Nach längerer Sommerpause freuen wir uns darauf, Euch am kommenden Montag, den 17.10.2016, im HSZ E05, 18.30 – 20.00 Uhr begrüßen zu dürfen. Euch erwarten neue Themen und spannenden Diskussionen. Hierfür laden wir alle Interessenten und Mitgliedern der Interessengemeinschaft Börse Dresden e.V. herzlich ein!

Bitte notiert Euch kurz in der kommenden Woche alle Themen und Aktien die euch interessieren. Gerne möchte wir diese Dinge aufnehmen und in diesem Semester gemeinsam besprechen.

Autoren: Katja Akulinin und Franz-Robert Sachs

Doppelsieg beim traditionellen Volleyballtunier der Hochschulgruppen

Am Freitag, den 8. Juli 2016, fand das Volleyballtunier der Hochschulgruppen statt.

Auch die IG Börse ging dabei mit 2 Teams á 4 Leuten an den Start.
Bei bestem Wetter und viel guter Laune konnten wir zeigen, dass wir auch sportlich ganz gut drauf sind.

Mit Glück, Zuversicht und Unbeschwertheit gelang es beiden Mannschaften bis ins Finale zu kommen und somit den diesjährigen Titel zu gewinnen.

Einen herzlichen Dank an den VWI ESTIEM Dresden für die super Organisation und allen beteiligten Hochschulgruppen! Wir sind im nächsten Jahr wieder mit dabei!

Das Referendum ist vorbei, die Unsicherheit bleibt

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Brexit
Am Wochenende demonstrierten rund 40.000 Menschen in London für einen Verbleib in der EU. Die Online-Petition für ein zweites Referendum wurde mittlerweile von rund vier Millionen Menschen unterschrieben, obwohl es denkbar unwahrscheinlich ist, dass eine weitere Abstimmung zum BREXIT durchgeführt wird.
Ein möglicher Ausweg wäre eine Parlamentsentscheidung zum Verbleib in der EU, da das britische Parlament rechtlich nicht an das Referendum gebunden ist. Nach dem Rücktritt von David Cameron, geht die Suche nach einem neuen Regierungsoberhaupt indes weiter. Als derzeitige Favoritin gilt die Innenministerin Theresa May.

Deutsche Bank
Die Probleme bei der Deutschen Bank gehen unterdessen weiter. Vergangene Woche verkündete die FED, dass die US-Tochter der Deutschen Bank zum zweiten Mal durch den Stresstest für Banken gefallen ist.
Grund war nicht eine zu geringe Kapitalausstattung, sondern massive qualitative Mängel beim Risikomanagement und den internen Kontrollen. Der Internationale Währungsfonds (IWF) kommt durch eine Studie ebenfalls zu der Einschätzung, dass die Deutsche Bank, in Hinblick auf die Verbreitung von Finanzschocks auf andere Banken, zu einem der riskantesten Geldhäuser der Welt gehört. Seit Jahresbeginn hat sich der Aktienkurs fast halbiert und erreichte am Donnerstag ein neues Rekordtief bei 12,07€.

Goldminen
Auf Grund der vielen Unsicherheiten erlebt Gold eine neue Renaissance. Nach dem Allzeithoch im Jahr 2011 (1900 Dollar je Unze) konnte in den vergangenen Jahren ein starker Preisrückgang beobachtet werden. Ende 2015 notierte das Edelmetall bei lediglich 1050 Dollar je Unze. Seit Beginn des Jahres 2016 sehen wir eine regelrechte Aufholjagt.
Besonders profitieren können hierbei Aktien von Minenbetreibern und Goldförderern.
Durch den starken Preisdruck waren viele Minengesellschaften in den vergangenen Jahren gezwungen, ihre Kosten zu senken und die Förderung zu optimieren. Der aktuelle Goldpreisanstieg macht die Geschäfte nun umso profitabler und lässt die Aktienkurse deutlich steigen. Am Beispiel von Barrick Gold, einem der größten Goldförderer der Welt, lässt sich diese Entwicklung sehr gut verfolgen. Im September 2015 markierte die Aktie bei 5,34€ ihren Tiefpunkt. Seit dieser Bodenbildung partizipierte die Aktie mit einem Hebel am Goldpreisanstieg und steht aktuell bei 19,73€.

Marktüberblick

Indizes
Nachdem der DAX in der vergangenen Woche – getrieben vom überraschenden Ausgang des BREXIT-Referendums – mit sehr hohen Verlusten aus dem Handel gegangen ist, konnte er bereits in dieser Woche zur Erholung ansetzen. Anfang der Woche ging die Talfahrt zunächst einmal weiter und endete bei einem Viermonatstief von 9268 Punkten. Von da an stieg der Leitindex bis zum Freitagabend kontinuierlich an und schloss am Ende bei einem Kursstand von 9776 Punkten. Damit konnte das „Vor-BREXIT-Niveau“ zwar noch nicht wieder erreicht werden, auf Wochensicht war dies dennoch ein Plus von 2,29%. Kurstreiber im Index waren die Aktien von RWE (+15,29%) und der Deutschen Telekom (+8,39%).

Einen ähnlichen Kursverlauf weist auch der amerikanische Leitindex Dow Jones Industrial auf. Dieser erreichte am Montagabend nach einem über dreimonatigen Tief 17140 Punkte, konnte aber zum Wochenausklang mit einem Wochenplus von 3,32% und einem Kurs von 17949 Punkten aus dem Handel gehen.

Edelmetalle
Auch in dieser Woche konnte Gold als sicherer Hafen von den Zukunftsängsten der Anleger profitieren. Nachdem das Edelmetall bereits am vergangenen Freitag über Nacht auf 1.320,98 USD hochschoss (+5,09%), folgte zum Wochenauftakt eine Korrektur auf 1.309,63 USD. Von da an ging es dann charttechnisch betrachtet nur noch bergauf und endete bei 1341,83 USD (+1,99%).

Währungen
Durch die außergewöhnlich hohe Nachfrage nach USD in Folge des BREXIT-Referendums durchbrach der EUR/USD-Kurs am vergangenen Freitag zwischenzeitlich die 1,10 USD-Marke nach unten. In dieser Woche konnte ein Großteil der Verluste jedoch wieder wettgemacht werden, wodurch auch die Nachfrage nach Gold gestiegen ist. Derzeit befindet sich das Währungspaar bei 1,14 USD.

Organisatorisches
Wir möchten Euch herzlich einladen zu unserem morgigen Montagstreff. Wir freuen uns sehr auf einen spannenden Vortrag in Kooperation mit BlackRock, dem größten Vermögensverwalter der Welt. Im Mittelpunkt steht dabei ein Marktausblick.
Beginn der Veranstaltung ist 18:30 Uhr im Raum HSZ E05.

Eine spannende Handelswoche wünschen

Arasto Soltani Pajoh und Franz-Robert Sachs

BREXIT – UK is out

Brexit-Chart
Am Donnerstag stand die Abstimmung über das Referendum, bezüglich der Mitgliedschaft von Großbritannien in der Europäischen Union an. Mit 51,9 % haben die Briten sich für den sogenannten BREXIT entschieden, bei einer Rekordwahlbeteiligung von 72,2 %. Unmittelbar nach der Entscheidung gab Premierminister Cameron seinen Rücktritt bekannt. Der DAX erlebte den größten Sturz seit 2008. Besonders stark traf es die Papiere von diversen Banken. Die Aktien der Commerzbank und der Deutschen Bank brachen jeweils um fast 17 % ein. Heftige Einbrüche mussten auch die exportorientierten Autobauer, wie BMW und Daimler verbuchen. Die britische Währung, das Pfund Sterling, wertete so stark ab wie zuletzt 1985. Die Entscheidung für den BREXIT hat sich auch auf die Finanzmärkte in Australien und Ostasien ausgewirkt. Mit einem Kursabschlag von 7,9 % ging der Nikkei-Index in Tokio aus dem Handel. Viele Investoren wurden am Freitag auf dem falschen Fuß erwischt, da an den Finanzmärkten im Vorfeld nicht mit einem BREXIT gerechnet wurde. Entsprechend groß waren die Turbulenzen.
Bei genauer Betrachtung der Stimmenverteilung zeigt sich, dass Schottland, Nordirland und der Großraum London für den Verbleib in der EU stimmten, während Wales und die Mehrheit Englands sich klar für den Ausstieg positioniert haben. Wie sich die regionale Differenzierung bei diesem denkbar knappen Ergebnis auf die innenpolitische Lage Großbritanniens auswirkt, wird die nachfolgende Zeit zeigen.

EZB Staatsanleihenkäufe zulässig. Am Dienstag entschied das Bundesverfassungsgericht über die Rechtmäßigkeit des Outright Monetary Transactions (OMT) Programm der europäischen Zentralbank. Seit 2012 könnte die EZB theoretisch Staatsanleihen von Krisenstaaten kaufen, damit Länder wie Italien oder Spanien nicht in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Kritiker warfen der EZB durch dieses Handeln Staatsfinanzierung durch die Hintertür vor. Das Bundesverfassungsgericht erteilte ihnen nun eine Absage und entschied, dass das OMT-Programm mit der Verfassung vereinbar sei. Durch diese Entscheidung gab es keine großen Erschütterungen an den Finanzmärkten, da die Bundesbank sich weiterhin am Kurs der EZB beteiligen kann. Bei einem negativen Urteil wäre auch das aktuelle Anleihen Programm der EZB in Frage gestellt worden. Vor 2 Jahren hatten die Richter noch große Bedenken über die Entscheidung von Mario Draghi geäußert. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat der EZB bereits zuvor alle Wege vom juristischen Standpunkt aus geebnet.
Viele Ökonomen zeigten sich mit dem Urteil zufrieden, da es die Glaubwürdigkeit der EZB stärke und sie weiterhin die Möglichkeit hat Marktturbulenzen ausgleichen. Außerdem ist nun der Weg für weitere Anleihenkäufe frei. Allerdings hat das Bundesverfassungsgericht einige Bedingungen an das Urteil geknüpft, so muss das Anleihen Programm begrenzt sein und vorher angekündigt werden. Die EZB darf auch nur Anleihen kaufen, die sich bereits auf dem Markt befinden, also keine die dafür explizit ausgegeben werden.

Marktüberblick:

Indizes:
DAX. Nach einer von Montag bis Donnerstag anhaltenden Rallye (9704 – 10365 Punkten), folgte am Freitag eine Kurslücke auf 9164 Punkten (-11,6%) im vorbörslichen Handel. Im Tagesverlauf konnte sich der DAX durch eine technische Gegenbewegung zwischenzeitlich wieder an die 9719er Marke herantasten, um dann mit 9448 Punkten aus dem Handel zu gehen. Auf Wochensicht bleibt somit ein Minus von 2,64%.

EURO STOXX 50. Der EURO STOXX 50 Index korrelierte mit der Bewegung im DAX. Die Ausschläge waren zum Teil aber deutlicher. Zu Beginn der Woche ging der Index mit 2938,5 Punkten in den Handel. Das Wochenhoch wurde ebenfalls am Donnerstag markiert mit einem Stand von 3079 Punkten. Das Tagestief am Freitag lag bei 2654, was einem Abschlag von -13,08% entspricht. Nach einem sehr volatilen Freitag ging der EURO STOXX, schließlich mit 2728,50 Punkten aus dem Handel.

Währungen:
EUR/GBP. Der Euro in Relation zum Britischen Pfund konnte massiv an Wert gewinnen, bzw. wertete das Britische Pfund sehr stark ab. Mit 0,7577 Pfund je Euro am Donnerstag, konnte man zwischenzeitlich zu einem Kurs von 0,8319 am Freitagmorgen die Währungen tauschen. Mit einem Schlusskurs von 0,8126 EUR/GBP ist aktuell ein Urlaub für uns in Großbritannien deutlich günstiger geworden.

GBP/USD. Im Währungspaar Britisches Pfund/US-Dollar konnte eine Bewegung mit historischen Ausmaß beobachtet werden. Am Freitag stürzte der Kurs von 1,503 GBP/USD auf zwischenzeitlich 1,3197. Auch hier folgte eine technische Gegenbewegung und der Kurs ging mit 1,3621 aus dem Handel.

Organisatorisches:

Wir möchten Euch herzlich einladen am kommenden Montag (27.06.2016) mit uns über spannende Themen zu diskutieren. Diese Woche werden neben dem BREXIT auch PayPal und ein Stockpitch im Bereich der FinTechs angesprochen.
Des Weiteren laden wir alle Interessierten zum Vortrag „Marktausblick“ am 04.07.2016 ein. Dieser Vortrag wird in Kooperation mit BlackRock, dem weltweit größten Vermögensverwalter, organisiert.

Autoren: Christine Keßler, Felix Albrecht und Franz-Robert Sachs

Übernahmesaison gewinnt weiter an Fahrt

Dollar-ShakingHands
Bei Zustimmung der Kartellbehörden will Microsoft noch dieses Jahr das soziale Businessnetzwerk LinkedIn für satte 26,2 Milliarden US-Dollar akquirieren. Dies entspricht einem Kaufpreis von 196 US-Dollar pro Aktie, die nach Bekanntgabe um rund 50 Prozent anzog. Microsoft will sich damit breiter aufstellen, um auch gegenüber Unternehmen wie Google oder Facebook konkurrenzfähig zu bleiben. Indes bietet der chinesische Midea-Konzern 115 Euro je Aktie des deutschen Roboterherstellers Kuka und Siemens kauft sich beim spanischen Hersteller von Windkraftanlagen Gamesa für etwa eine Milliarde US-Dollar ein. Die geplante Übernahme von Monsanto durch Bayer liegt jedoch weiterhin erstmal auf Eis.

FED behält Leitzins bei
Die US-amerikanische Notenbank FED beschloss den Leitzins entsprechend der Erwartungen der Marktteilnehmer in der Spanne von 0,25 bis 0,5 Prozent zu halten. Damit sind die für dieses Jahr geplanten zwei Leitzinserhöhungen um 0,25 Prozentpunkte auf die Zeit nach dem Brexit-Referendum vertagt. Für die Jahre 2017 und 2018 senkte die Fed ihre Prognose des US-Leitzinses jedoch deutlich.

Brexit belastet die Märkte
Am 23. Juni stimmen die Briten über ihren Verbleib in der EU ab. Im wieder aufgenommenen Wahlkampf verzeichnen die EU-Befürworter in den letzten Tagen wieder mehr Zulauf. In den neusten Meinungsumfragen liegen die EU-Befürworter wieder mindestens gleich auf mit den EU-Gegnern, die noch letzte Woche leicht im Vorsprung waren. Auch die Wettquoten der britischen Wettbüros deuten auf einen Verbleib in der EU. Der Internationale Währungsfonds (IMF) sagt dem Vereinigten Königreich im Falle eines Austritts eine Rezession voraus. Bei einem Verbleib ist mit einer zumindest kurzfristigen Erholung der weltweiten Aktienmärkte zu rechnen.

Marktüberblick:

Indizes:
Auch eine Woche vor dem Brexit-Referendum hat die Unsicherheit im Hinblick auf die Entscheidung der Briten den deutschen Leitindex fest im Griff. Anfang der Woche setzte der DAX seine Talfahrt fort und notierte am Dienstagabend auf einem Wochentief von 9519 Punkten. Im Folgenden konnte er sich zwar moderat erholen, verzeichnete auf Wochensicht aber dennoch ein Minus von 203 Punkten (-2,07%) und schloss bei 9631 Punkten.

Für die amerikanischen Leitindizes sah es in dieser Woche nicht viel besser aus. Lediglich am Donnerstag, dem Tag nach der Zinsentscheidung der FED, konnten der Dow Jones und der S&P 500 mit einem positiven Vorzeichen aus dem Handel gehen. Am Ende verbuchten die beiden Indizes einen Verlust von 1,06% (Dow Jones) bzw. 1,19% (S&P500).

Wie hoch die Unsicherheit der Märkte ist, lässt sich auch am sogenannten VDAX ablesen. Dieser Volatilitätsindex ist ein Indikator für die von den Marktteilnehmern zukünftig erwartete Schwankungsintensität des DAX. Während der Index zu Wochenbeginn bei 31,84 Punkten startete, erreichte er bis Donnerstag ein Wochenhoch von 39,14 Punkten. Daraufhin fiel er zwar schlagartig, konnte aber dennoch bei 35,40 Punkten schließen und somit 11,18% höher als am Montagmorgen.

Rohstoffe:
Im aktuellen Marktumfeld wird vor allem der Krisenprofiteur Gold wieder einmal stark nachgefragt. Die Unsicherheit der Marktteilnehmer beförderte das Edelmetall zwischenzeitlich auf bis zu 1313 US-Dollar je Feinunze. Am Schluss konnte bei einem Kurs von 1299 US-Dollar ein Wochenplus von knapp 2% erreicht werden. Dagegen gingen die Rohölsorten Brent und WTI mit Verlusten aus dem Handel und notieren derzeit bei 48,72 US-Dollar/Barrel bzw. 47,55 US-Dollar/Barrel.

Währungen:
Die beiden Währungspaare EUR/USD und EUR/GBP notieren gegenüber der Vorwoche nahezu unverändert bei 1,1278 US-Dollar bzw. bei 0,7853 GBP.

Organisatorisches:

Am kommenden Mittwoch, den 22.06.2016, laden wir euch herzlich zu einem spannenden Marktausblick mit dem weltweit größten Vermögensverwalter BlackRock ein. Der Vortrag findet um 18.30 Uhr im HSZ E03(!) statt. Aus diesem Grund findet am kommenden Montag, den 20.06.2016, kein Montagstreff statt.

Im Namen des Vereins gratulieren wir unserem Vorstandsvorsitzenden Franz-Robert Sachs ganz herzlich zu seinem heutigen Geburtstag!

Wir wünschen euch einen erfolgreichen Start in eine spannende Woche.

Arasto Soltani Pajoh und Tom Dudda

Entscheidungsmonat Juni?

London-PhoneCell_01Nachdem das Wetter in Deutschland in den letzten Tagen verrückt gespielt hat und es zu schlimmen Verwüstungen in Teilen Deutschlands geführt hat, erwartet uns an den Finanzmärkten ein „heißer Juni“. Die EZB beschloss bereits auf ihrer turnusmäßigen Sitzung Anfang Juni, dass Sie ab 8. Juni damit beginnen wird auch Firmenanleihen zu kaufen, um die Kreditbedingungen für Unternehmen zu verbessern und Investitionen zu erleichtern. Am letzten Freitag wurden zudem, die mit Spannung erwarteten US-amerikanischen Arbeitslosenzahlen veröffentlicht. Die Arbeitslosenquote sank zwar von 5,0 Prozent auf 4,7 Prozent, jedoch konnte die US-Wirtschaft die Erwartungen für Mai nicht erfüllen. Die Zahlen für die beiden Vormonate wurden nach unten korrigiert, was eine mögliche Zinserhöhung zur nächsten FED-Sitzung unwahrscheinlicher erscheinen lässt.
In der EU stehen wegweisende Entscheidungen an. Die erste Entscheidung, das griechische Rettungsprogramm zu verlängern und eine Kredittranche über 10,3 Milliarden Euro zu gewähren wurde bereits beschlossen. Damit kaufen sich die EU-Staaten erneut Zeit. Viele der strukturellen Probleme, wie das Steuersystem, dass aktuell 87 Milliarden Steuerschulden griechischer Bürger aufweist, wurden immer noch nicht in Angriff genommen.
Zudem steht am 23. Juni das BREXIT-Referendum in Großbritannien bevor, indem die Briten über den Verbleib in der EU abstimmen. Laut den letzten Meinungsumfragen des Institutes ICM führen die Austrittsbefürworter zurzeit mit 47 zu 44 Prozentpunkten. Im Gegensatz dazu stehen die jüngsten wöchentlichen Veröffentlichungen der „Daily Telegraph“-Umfrage, in der EU-Befürworter in Führung sehen. Bei einer Umfrage der 18- bis 34-Jährigen des Marktforschers Opinion waren jedoch nur 29 Prozent für einen BREXIT.
Ein weiteres marktbestimmendes Thema ist immer noch der Ölpreis. Die Rohölsorte BRENT notierte am Freitag bei 49,49 US-Dollar je Barrel und WTI bei 48,47 US-Dollar je Barrel, somit ein wenig leichter als zu Wochenbeginn, nachdem sich die OPEC-Staat letzte Woche nicht auf feste Fördermengen einigen konnten. Jedoch signalisierte Saudi-Arabien, dass es die Produktion an der Nachfrage ausrichten wolle, was den Ölpreis stabilisierte.

Marktüberblick:

Indizes:
Die schwachen US-Arbeitsmarktdaten haben den deutschen Leitindex zum Wochenende deutlich belastet. Der DAX schloss bei 10103,26 Punkten und verlor 1,03 Prozent. Auf Wochensicht verbuchte er ein Minus von 1,78 Prozent. Der MDAX gab am Freitag nur 0,86 Prozent auf 20525,71 Punkte nach und der TecDAX verlor 0,57 Prozent auf 1688,37 Zähler.

Rohstoffe/Industriemetalle:
Industriemetalle haben im Vergleich zu den meisten Edelmetallen und den Rohölpreisen seit Jahresanfang eine Achterbahnfahrt hinter sich und notieren aktuell nur leicht verändert. Kupfer, zu Jahresbeginn bei 4692 US-Dollar, notiert aktuell bei 4710 US-Dollar und somit leicht darüber. Nickel mit 8835 US-Dollar sogar leicht unter dem Jahresschlusskurs. Ein deutliches Plus hat jedoch Zink gesehen, was von 1600 auf 1848 US-Dollar gestiegen ist.
Vieles deutet zur Zeit darauf hin, dass der Tiefpunkt bei den Primärmetallen markiert ist und sich der Industriesektoren weltweit wieder stabilisiert.

Euro/Dollar:
Im New Yorker Handel war die europäische Gemeinschaftswährung zuletzt bei 1,1371 US-Dollar gelistet. Zu Wochenmitte notierte Sie bei 1,1285 US-Dollar, was auf Monatssicht nur eine minimale Veränderung bedeutet.
Dies ist auf eine stärker als erwartetes Wachstum in der Eurozone zurückzuführen. Langfristig rechnen die Marktteilnehmer jedoch mit einer geringen Abwertung des Euros gegenüber dem US-Dollar, da die FED in den letzten Wochen schon mehrfach eine erneuten Zinsanstieg in den kommenden Monaten signalisiert hat und sich somit der Zinsvorsprung der US-Treasuries gegenüber Bundesanleihen verstetigt.

Wir wollen euch noch auf unsere Vorträge im Juni aufmerksam machen. Der nächste Montagstreff am 13.06.2016 findet zur gewohnten Zeit 18:30 Uhr im HSZ E05 statt. Thema des Abends sind „Fondsstrategien“ und wird von J.P. Morgan ausgestaltet. Am Mittwoch dem 22.06.2016 dürfen wir den weltgrößten Vermögensverwalter BlackRock begrüßen, der uns einen Marktausblick geben wird.

Autor: Andreas Lesch

Neon-Night

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Am 5. November 2015 haben wir für euch eine Semesterparty mit dem Motto „Neon Night“ im Arteum Dresden veranstaltet.

Musikalisch gab es mit Blitztechs und August de Lyska Electro&House sowie Black auf zwei Floors.

 

Mehr Infos und jetzt auch der Link zur Dropbox gibts unter Facebook oder sprecht uns einfach an!

Dow Jones im Aufwind

 

 

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Die Wall Street ist die dritte Woche im Folge mit einem Plus aus dem Handel gegangen. Neben der aktuellen Berichtssaison treiben dabei vor allen die möglichen Verschiebung der Zinswende in den USA, aufgrund von durchwachsener Konjunktur und Inflationsdaten, die Märkte. So fiel die US-Industrieproduktion im September zum zweien mal infolge, während sich das US-Verbrauchervertrauen im Oktober stärker als prognostiziert aufgehellt hat.

General Electric kommt beim Konzernumbau gut voran, was der Finanzmarkt am Freitag mit einem satten plus honorierte. So wurde im September die Übernahme der Alstom-Energiesparte von der EU-Kommision unter auflagen bewilligt. Auch beim Abspalten der Finanzsparte kommt der Industriekonzern besser als geplant voran.

Autor: Andreas Lesch

FED prägen das Geschehen

Im Zentrum der letzten Woche stand die mit Spannung erwartete US-Notenbanksitzung am vergangen Donnerstag. Das Ergebnis dabei war nicht überraschend. Der Leitzins bleibt auf Rekordtief. Dies begründeten die Währungshüter mit der Sorge um die globale Konjunktur und währungstechnisch mit dem starken US-Dollar. Das Datum für eine mögliche Zinswende bleibt damit weiterhin offen. Jedoch scheint die Mehrheit der FED-Mitglieder für ein Zinsanhebung Ende des Jahres zu sein. Kein marktbestimmendes Thema mehr scheint hingegen Griechenland zu sein. Obwohl bei dem am kommenden Sonntag stattfindenden Parlamentswahlen noch keine klarer Gewinner in den Umfragen fest steht, scheint es mehr als sicher, dass das Land seinen eingeschlagenen Reformkurs weiter fortsetzt.

USA-Flag

An den Aktienmärkten sorgte am Mittwoch eine mögliche Megafusion in der Brauereibranche für aufsehen. So wird dem weltweiten Marktführer Anheuser-Busch InBev Interesse an der Nummer zwei, SABMiller nachgesagt. Dies könnte jedoch an möglichen kartellrechtlichen Problemen scheitern, da beide bereits ca. ein drittel des weltweiten Biermarktes beherrschen. Den VW-Aktionären macht hingegen zur Zeit eine denkbare Milliardenstrafe, aufgrund von Verstößen gegen das Klimaschutzgesetz bei Dieselfahrzeugen, in den USA zu schaffen. Das und die aktuelle Absatzschwäche in den BRIC-Staaten, lassen die Volkswagen Aktien auf den tiefsten Stand seit Oktober letzten Jahres fallen.

Autor: Andreas Lesch

Semesterabschluss-Grillen (20. Juli 2015)

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Gemütlicher Semesterausklang der IGB Dresden

Zu gewohnter Uhrzeit jedoch fernab des gewohnten Hörsaalzentrums fand der sommerliche Semesterausklang der IGB statt. Knapp 30 Mitglieder folgten der Einladung an die Elbe und so konnte man sich bei leckeren Bratwürsten und Steaks über viele spannenden Themen abseits der Börsenlandschaft austauschen.

Einige Runden Flunkyball durften dabei natürlich nicht fehlen, wobei gerade die weiblichen Mitglieder beim Werfen eine gute Figur machten.

Der Vorstand bedankt sich bei allen Mitgliedern für das vergangene Halbjahr und freut sich auf viele spannende Veranstaltungen im neuen Semester.