Fröhliche Pfingsten wünscht die IGB!

Fröhliche Pfingsten wünscht die IGB!

Krypto-Betrug soll EU ausbügeln

Der Anwalt Jonathan Levy bezeichnet es als die größte illegitime Übertragung von Vermögen seit der NS-Zeit. Aufgrund von kryptowährungsbezogenen Verbrechen sollen 30 Kläger einen Verlust von 16,8 Milliarden US-Dollar erlitten haben. Umgerechnet sind dies knapp 15 Milliarden Euro. Die Opfer fordern nun die Erstellung eines Opfer-Fonds, welcher eine Höhe von 11,2 Milliarden US-Dollar haben soll. Dieses Geld soll die Regierung stellen, indem sie vor allem Bitcoin-Netzwerkknoten (Nodes) zur Verantwortung zieht. Da sich die Mehrzahl der Bitcoin Nodes im Raum der Europäischen Union befindet, unterstehen sie der europäischen Gerichtsbarkeit. Laut Levy trägt jede Node die Verantwortung für das gesamte Netzwerk.
Aber auch die Betreiber der Bitcoin-Automatisierungsdienste und der Facebook-Konzern sollen zur Rechenschaft gezogen werden. Auf dem sozialen Netzwerk sollen betrügerische Krypto-Werbeanzeigen geschalten worden sein. Durch die von den Betrügern genutzten Domain-Proxys (gefälschte und gestohlene Identitäten), Offshore-Knoten und Bitcoin Mixing ist es besonders schwer, die Kriminellen ausfindig zu machen, weshalb die Opfer lediglich auf eine Entschädigung aus dem Opfer-Fonds hoffen. ¹

 

Trump unterstützt die Verschmutzung der Umwelt

Auch in dieser Woche schrieb der US-amerikanische Präsident Schlagzeilen. Durch die an Donald Trump zugewiesene Macht hätte er eigentlich die Aufgabe, die Umwelt für unsere nächsten Generationen zu schützen. Allerdings will er nun die von Barack Obama eingeführten Effizienzstandards bezüglich der Autoabgase entschärfen. Diese sehen vor, dass Fahrzeuge in den USA die Kraftstoffeffizienz bis 2025 verdoppeln, sodass ein Pkw mit nur einer Gallone (3,78 Liter) eine Strecke von etwa 86,5 Kilometern weit kommen muss. Ebenfalls sollen dann gezielt Elektro- und Hybridautos auf die Straße gebracht werden. Aufgrund des Zeitpuffers hätten die Automobilhersteller dieses Ziel gut realisieren können und die amerikanischen Staaten wären unabhängiger gegenüber Öl-Importen aus anderen Ländern.
Bereits zu Beginn der Amtszeit Donald Trumps kündigte die US-Regierung an, die Standards aufzuweichen. Ursprünglich hatte die Automobilbranche eine Entschärfung befürwortet, da sie sich einen enormen Aufwand sparen würden. Nun aber sprachen sich 17 große Automobilunternehmen, darunter auch Ford, Toyota und Volkswagen, gegen die Entscheidung Trumps aus. Würden sich die Ziele des Präsidenten durchsetzen, so spalte sich der amerikanische Automobilmarkt in zwei Hälften. Ebenfalls könnten den Herstellern durch die verschiedenen Standards innerhalb der Staaten Strafen drohen. ²
¹ https://www.focus.de/finanzen/boerse/krypto-betrug-angebliche-opfer-von-bitcoin-scams-fordern-10-milliarden-euro-von-der-eu_id_10794425.html
² https://www.focus.de/finanzen/boerse/massive-rechtskonflikte-drohen-trump-will-mehr-verschmutzung-erlauben-autobauer-protestieren_id_10804244.html

Marktüberblick

Indizes

Im Mai noch waren die Aktienmärkte vom neu entfachten Handelsstreit der USA und China geprägt und die Kurse fielen stark nach unten. Nun jedoch scheint eine Aufschwungphase in Sicht. 

Hierfür plädieren vor allem die am Freitag veröffentlichten US-amerikanischen Arbeitsmarktdaten. Die Regierung in Washington meldete statt den erwarteten 185.000 neuen Stellen nur 75.000 und ein Lohnwachstum von 0,2 statt der prognostizierten 0,3 Prozent. Dies und die schlechte Stimmung der Wirtschaft allgemein verstärken die Spekulationen auf Zinssenkungen der Fed und treiben die Börse somit nach oben. 

Davon profitierte auch der DAX, welcher am Tagesende die psychologische Marke von 12.000 Punkten überstieg. Dies krönte die Börsenwoche mit einem Plus von 2,7 Prozent. Auch der EuroStoxx50 erholte sich kräftig und beendete die Woche mit einem Aufwärtstrend. Der Dow Jones stieg am Freitag über 26.000 Punkte und erzielte somit ein Wochen-Plus von fast 5 Prozent. Hierfür sorgte jedoch nicht nur die Erwartung zeitnaher Zinssenkungen, sondern auch die Hoffnung auf eine baldige Einigung im Zollstreit der USA und Mexiko. Besondere Zuversicht brachte ein Bericht über eine mögliche Verschiebung der von Trump angekündigten Zölle auf mexikanische Importe, welche eigentlich ab Montag in Kraft treten sollen. ¹ ²

 

Währungen

Der Devisenmarkt wurde vergangene Woche besonders von den Neuigkeiten der Europäischen Zentralbank geprägt. Aufgrund der konjunkturell unsicheren Lage verschob die EZB die Zinswende bis Mitte des nächsten Jahres und möchte den Leitzins vor Mitte 2020 nicht antasten. Dies sorgte für zwiespältige Reaktionen am Finanzmarkt. Am Devisenmarkt profitiert von dieser Entscheidung besonders der Euro. Vergangene Woche stieg der Eurokurs um 1,48 Prozent auf einen Wert von 1,1334 USD am Freitagabend. ³

 

Rohstoffe

Der Goldpreis ist in der vergangenen Woche stark gestiegen und erreichte mit 1.340,70 USD bzw. 1.182,23 EUR den höchsten Stand seit Langem. Seit Anfang des Monats ist der Preis für eine Feinunze Gold um mehr als 4 Prozent gestiegen.

Auslöser für den momentan stark steigenden Goldpreis sind Spekulationen auf sinkende Zinsen der US-Notenbank, welche unter anderem mit den verschärften Handelskonflikten einhergehen. Ebenfalls stärkend für den Goldpreis sind die bereits erwähnten Daten des US-amerikanischen Arbeitsmarktes. ⁴ ⁵

Seit ihrem Jahreshoch im April sanken die Rohölpreise in den vergangenen Wochen um ca. 20 Prozent. Der bedeutendste Grund hierfür sind die Sorgen bezüglich der Stabilität der Erdölnachfrage. Diese hängen sowohl mit zahlreichen konjunkturellen Risiken, aber auch mit den Handelsstreitigkeiten der USA mit China und Mexiko zusammen. Zu momentanem Zeitpunkt befinden sich die Ölpreise in einer Erholungsphase von ihren Abschlägen der vergangenen Wochen. Am Freitagmorgen kostete ein Barrel der Sorte Brent 62,51 USD mit einer Steigung von 0,84 USD im Vergleich zum Vortag. Der Preis für einen Barrel der Sorte West Texas Intermediate (WTI) lag bei 53,28 UDS (+0,69 USD). ⁶ ⁷

Eine spannende Handelswoche wünschen,

Melissa Müller und Laura Furch
 


¹ https://boerse.ard.de/marktberichte/happy-end-einer-guten-boersenwoche100.html
² https://boerse.ard.de/marktberichte/schlechte-jobdaten-gut-fuer-die-boersen100.html
³ https://boerse.ard.de/anlagestrategie/konjunktur/ezb-bleibt-bei-nullzinspolitik-bis-mitte-zweitausendzwanzig100.html
⁴ https://www.finanzen.net/nachricht/rohstoffe/goldstaerke-goldpreis-im-hoehenflug-spekulation-auf-sinkende-zinsen-befluegelt-7585170
⁵ https://www.finanzen.net/rohstoffe/goldpreis
⁶ https://www.finanzen.net/rohstoffe/oelpreis
⁷ https://www.wiwo.de/finanzen/boerse/rohstoffpreise-oelpreise-erholen-sich-etwas/24434206.html#wt_eid=2154144874983810636&wt_t=1559979902967

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.