Geely und die fliegenden Autos & bei Siemens brennt die Luft

Geely und die fliegenden Autos

Geely ist ein chinesischer Automobilhersteller, der in den letzten Jahren Marken wie Volvo (in 2013) und Lotus (in 2017) zugekauft hat. Aber auch die Eigenmarken Emgrad, Englon, Panda und Shanghai Maple erfreuen sich besonders in China großer Beliebtheit.
Am Montag, dem 13. November, bestätigte die Volvo-Mutter Geely die Übernahme des Start-Ups Terrafugia. Terrafugia ist ein von fünf MIT-Absolventen gegründetes Unternehmen mit dem Ziel, das erste fliegende Auto auf den Markt zu bringen. Terrafugias Pläne sehen vor, 2019 ein erstes Modell zu veröffentlichen. Dieses Modell wird jedoch einem Flugzeug mehr ähneln als einem Auto. Erst in 2023 soll das erste VTOL (Senkrecht-Start-und-Landung)-Fahrzeug auf dem Markt erscheinen. Trotz des chinesischen Käufers soll Terrafugia’s Hauptsitz weiterhin in den USA bleiben und man soll auch künftig unabhängig an der Mission arbeiten, ein Auto mit Flugeigenschaften zu bauen. Dennoch wurde ein neuer Vorstand und CEO eingesetzt.
Ein weiteres Plus: Bereits in der letzten Woche hat die Ratingagentur Moody’s erklärt, dass die letzten Käufe von drei neuen chinesischen Motoren- und Getriebefabriken zu keiner direkten Ratingveränderung führen werden.
Die Aktie startete in das Jahr (02.01.) mit einem Kurs von 0,90 €. Nach einem stetigen Kursanstieg erreichte der Wert Anfang Oktober seinen Höchststand von 3,04 € und korrigierte sich dann im Verlauf des Monats auf 2,50 €. Ende dieser Woche verpasste die Aktie einen neuen Höchststand mit einem Wert von 3,03 € nur knapp. Der Umsatz im Jahr 2017 soll um 67 Prozent steigen. In 2018 ist ein Wachstum von 54 Prozent in Aussicht gestellt.
Wir dürfen also gespannt sein, ob sich der Trend der Aktie in den nächsten Wochen fortsetzen wird.

Bei Siemens brennt die Luft

Siemens konkretisierte seine Sparpläne und gab bekannt, im Laufe der nächsten Jahre über 6900 Stellen zu streichen, 6100 davon in der Kraftwerkssparte, die unter der Energiewende leidet. Besonders betroffen ist Sachsen, denn die Turbinenwerke in Görlitz und Leipzig sollen geschlossen werden. Das Werk in  Erfurt soll verkauft werden. Weitere Stellen werden in  Berlin, Offenbach, Erlangen und Mülheim an der Ruhr gestrichen.
Schon seit Anfang November, nachdem der Sparkurs angekündigt wurde, wird ein stetiger Kursabfall verzeichnet. Begleitet von Streiks fiel der Kurs der Aktie im Laufe der Woche von 117,05 € auf 115,02 €.

Marktüberblick

Indizes

Die überaus zähen Verhandlungen innerhalb der neuen Jamaika-Koalition erweisen sich als Indiz für eine europaweite Zurückhaltung der Investoren an den Aktienmärkten. So verlor der DAX von Donnerstag auf Freitag 0,4 Prozent und beendete den Handel mit einem Stand von 12.993,73 Punkten bei Wochenschluss. Nach einem Start am Montag mit 13.051 Punkten und einem Höchststand von 13.089 Punkten am Donnerstag wurde im Laufe der Woche ein Minus von ca. einem Prozent verzeichnet.
Der US-amerikanische Leitindex Dow Jones befindet sich aktuell mit 0,4 Prozentpunkten im Minus und schloss am Freitag mit 23.358,34 Punkten.

 

Währungen

Zum Wochenschluss lag der EUR/USD bei 1,1811, nachdem er am Donnerstag noch bei 1,1771 USD festgesetzt wurde. Zu den starken Gewinnern am Devisenmarkt zählt die indische Rupie. Grund dafür ist die nach oben gestufte Kreditbewertung der Ratingagentur Moody’s.

 

Rohstoffe

Am Freitag schloss der Goldkurs mit einem Wert von 1.294,20 USD. Eine Korrektur scheint insgesamt allerdings noch nicht abgeschlossen, nachdem sich der Goldpreis in den letzten drei Wochen in einer sehr engen Handelsspanne zwischen 1.265 und 1.285 USD befand.
Der Rohölpreis hat in der vergangenen Woche deutlich zugelegt. So kostet ein Barrel (WTI) am Freitag zum Wochenschluss 55,43 USD. Die Nordseesorte Brent steht bei 61,41 USD pro Barrel. Trotz der aktuellen Erholung haben die Ölpreise auf Wochensicht erstmals seit Anfang Oktober Verluste verzeichnet. Wie sich die weitere Entwicklung der Preise bis zum Meeting der OPEC Ende November gestalten wird, bleibt abzuwarten. Aktuell hat der Markt eine abwartende Haltung eingenommen, weshalb es vorerst spannend bleibt.

Eine erfolgreiche Handelswoche wünschen,

Bastian Hanitsch und Lisa Marschner

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