Hauptversammlung von Berkshire Hathaway & Gerüchte um Amazons Einsteig ins Bankgeschäft

Hauptversammlung von Berkshire Hathaway

Gestern am 05. Mai fand das Aktionärstreffen der Holdinggesellschaft Berkshire Hathaway in Omaha (Nebraska) statt. Über den Besucherrekord von 42.000 Anteilseignern war sicherlich auch der Chef von Berkshire, Warren Buffett, erfreut.
Auf der Hauptversammlung wurde bekannt, dass die Holding im ersten Quartal 2018 einen Nettoverlust von 1,14 Milliarden Dollar gemacht hat. Dies war der erste Verlust seit 2009. Buffett macht dafür neue Bilanzierungsregeln verantwortlich, die den Gewinn verzerren. So wurde das Minus damit erklärt, dass Berkshire Aktienportfolios zu aktuellen Kursen bewerten und in den Quartalsergebnissen verbuchen muss. Derzeit hält der Konzern Aktien im Wert von rund 170 Milliarden Dollar, darunter auch Apple-Aktien.1 Nachdem Apple seine Quartalszahlen, die über den Erwartungen der Analysten lagen, veröffentlicht hatte, kaufte die Holdinggesellschaft laut CNBC weitere 75 Millionen Apple-Aktien. Damit hält Berkshire Hathaway nun circa 240 Millionen Aktien und ist drittgrößter Investor von Apple.2,3 Kryptowährungen stehen Buffett und Munger, der stellvertretende Verwaltungsratsvorsitzende, weiterhin kritisch gegenüber und erläuterten auf dem Aktionärstreffen, dass sie keinen Nutzen hinter diesen Währungen sehen.1

 

Gerüchte um Amazons Einstieg ins Bankgeschäft

Die Gerüchte um Amazons Einstieg in das Bankgeschäft halten sich hartnäckig. Vorteil vom Konzern ist, dass es sowohl die Daten als auch die Beziehung zum Kunden hat, um erfolgreich bei Verbraucherzahlungen und Krediten zu sein. Viele Nutzer haben bereits Kontodaten bei Amazon hinterlegt oder besitzen eine Amazon-Kreditkarte. Daher ist der nächste Schritt ein Amazon-Konto zu haben nicht sehr abwegig. Deutschlands Banken können sich allerdings mit dem Datenschutz gegen Amazon behaupten. Schätzungsweise würde ein Amazonkonto zunächst nur für Amazonzahlungen und erst nach und nach für sonstige Einkäufe genutzt werden.4 In Indien und Mexiko bietet Amazon bereits Finanzdienstleistungen an. So können Kunden in Indien mithilfe des Amazons Cash-Pickup-Service Geld auf ihr digitales Konto laden. Weiterhin hat der Konzern dort auch Finanz-Start-Ups (z.B. Emvantage Payments und BankBazaar) erworben oder in sie investiert. In Mexiko gibt es einen Barbezahlservice, der als Alternative für eine Kredit- bzw. Debitkarte fungieren soll.5 Es bleibt also abzuwarten, inwieweit Amazon seine Finanzdienstleistungen ausbauen und mit welchen Banken der Konzern gegebenenfalls zusammenarbeiten wird.

Marktüberblick

Indizes

Der Dax startete diese Woche bei 12.606 Punkten und konnte einen Wochengewinn von 1,7% und schloss am Freitag bei 12.819 Punkten. Das Hoch lag 12.827 Punkten und das Tief war bei 12.563 am Montag. Insgesamt war es nach der turbulenten Zeit eine ruhige Woche für den Dax. In den USA startete der Dow Jones bei 24.410 Punkten und verzeichnete einen Wochenverlust von 0,6%. Das Hoch lag am Monat bei 24.498 Punkten und das Tief bei 23531. Es ist wohl wahrscheinlich, dass es eine weitere Zinserhöhung in den USA dieses Jahr geben wird.

 

Währungen

Der EURO/USD gab es in diese Woche 1,7% nach. Das Hoch lag am Montag bei 1,2127 und das Tief lag bei 1,1911.

 

Rohstoffe

Der Ölpreis befindet sich weiterhin im Aufwärtstrend. Am Montag startete der WTI bei 68,57 USD und schließte am Freitag bei 69,72 USD mit einem Gewinn von 2,3%. Das Hoch lag am Freitag bei 69,97 USD.
Der Goldpreis bewegte sich minimal mit einem Verlust von 0,6%. Er startete bei 1323 USD und schloss bei 1315 USD. Insgesamt war das Marktumfeld ruhiger als die vorrangegangen.

Eine spannende Handelswoche wünschen,
Claudian Baumann und Felix Albrecht

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