Marktüberblick

Funktionsweise des Bitcoins

Im letzten Newsletter berichteten wir vom „Bitcoin Future“.
Immer wieder taucht dieser Bitcoin in den Medien auf, aber was genau ist das? Was steckt dahinter und wie funktioniert er? Genau das möchten wir euch heute kurz in unserem Newsletter erklären.
Die Transaktionen werden dabei in Blöcken zusammengefasst. Jeder Block ist durch eine eigene individuelle Info (Hash) identifizierbar. Jeder nachfolgende Block verweist dann auf den vorhergehenden, wodurch die Blockkette (block chain) entsteht.

 

Bsp. anhand einer Transaktion von A nach B:

Die Netzwerkteilnehmer, auch Miner genannt, konkurrieren nun miteinander. Beide möchten die Transaktion von A prüfen und bestätigen. Sie betreiben dabei das Bitcoin-Netzwerk, indem sie mehrere Transaktionen zusammenfassen und validieren und im Anschluss sichern. Neue Transaktionen werden in einem neuen Block dokumentiert und an das Ende der Kette angehängt. Schafft das einer der Miner, wird er in Form von momentan 12,5 Bitcoins belohnt. Da ein dezentrales Netzwerk vorherrscht und mehrere Miner vorhanden sind, liegt die Blockchain nie auf einem einzigen Rechner.

Schon gewusst? In Frankfurt auf der allbekannten „Fressgass“ gibt es ein Kaffee, in dem Kunden mit Bitcoins bezahlen können. Auch die Nord LB bietet ihren Mitarbeitern nun an, mit der imaginären Währung ihre Speisen zu bezahlen.


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Bitcoin-Future kommt & Vorbereitung des Börsengangs von Siemens Healthcare



Bitcoin-Future kommt

Am 18. Dezember soll es soweit sein: Es wird erstmals Terminkontrakte auf die Digitalwährung Bitcoin (Referenzkurs BRR Bitcoin Reference Rate) geben. Dies teilte die Chicagoer Terminbörse (CME) am Freitag mit. Im Vorfeld habe sie eng mit der US-Regulierungsbehörde CFTC kooperiert. Nach dieser Nachricht verteuerte sich der Bitcoin am Freitag zeitweise um knapp elf Prozent auf 10.741 Dollar. Laut Timo Emden, Deutschland-Chef des Online-Brokers DailyFX, könnten viele weitere Bitcoin-spezifische Produkte zeitnah folgen, um die breite Masse der Anleger zu bedienen.
Seit Jahresbeginn hat die Kyptowährung ihren Wert bereits verzehnfacht und ist vergangene Woche erstmals über 11.000 US-Dollar gestiegen.
Während die Einen die Chance des Bitcoins für institutionelle Anleger sehen, kritisieren Vertreter von Regulierungsbehörden und Notenbanken in Europa eher den spekulativen Charakter des Bitcoins. Beispielsweise vergleicht Jamie Dimon, Chef von JP Morgan, den aktuellen Hype um Bitcoins mit der Tulpen-Manie.

Vorbereitung des Börsengangs von Siemens Healthcare

Der Aufsichtsrat von Siemens hat am vergangenen Mittwoch entschieden, den Börsengang ihrer Medizintechnik Sparte an der Frankfurter Wertpapierbörse vorzubereiten. Zuvor wurde auch ein Börsengang in New York in Erwägung gezogen. Die Medizintechnik-Sparte wurde bereits vor fast drei Jahren von Siemens ausgegliedert und wurde nun in „Siemens Healthineers AG“ umfirmiert.
Es wird vermutet, dass der für das erste Halbjahr 2018 geplante Börsengang von Siemens Healthcare einer der größten seit Jahren in Deutschland werden könnte. Der Wert von Siemens Healthcare wird auf ca. 40 Milliarden Euro geschätzt. Zunächst sollen bis zu 25% der Aktien über die Frankfurter Börse verkauft werden. Davon kommt ein Teil aus dem Altbesitz von Siemens, der andere Teil aus einer Kapitalerhöhung, damit dem neuen Unternehmen notwendige finanzielle Mittel zur Verfügung stehen. Man rechnet mit einem Volumen von 10 Milliarden Euro.
Wenn der Börsengang von Siemens Healthineers gemeistert ist, wird es zu einem Kandidaten für den Dax. So würde Siemens mit zwei Werten im Deutschen Leitindex vertreten sein, wie auch Fresenius mit der Tochtergesellschaft Fresenius Medical Care.

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Quantitative Easing in Japan & Anstieg der IPOs in Italien

Quantitative Easing in Japan

Vor fünf Jahren wurde Shinzo Abe zum Premierminister Japans gewählt. Mit ihm begannen die sogenannten Abenomics, ein Paket aus erhöhten Staatsausgaben, politischen Reformen und vor allem expansiver Geldpolitik. Die Bank of Japan kaufte seitdem besonders viele Staats- und Unternehmensanleihen und investierte in Aktienfonds. Der Nikkei 225 legte in Folge dessen seit 2012 um über 140% zu. Besonders exportorientierte Unternehmen konnten von dem resultierenden schwachen japanischen Yen (-30% zum USD) profitieren. Aber auch realwirtschaftliche Effekte, wie ein steigendes BIP (+11%) und eine niedrige Arbeitslosigkeit von 3% konnten durch das Programm erreicht werden.¹ Der Preis dieser Politik sind eine anhaltend hohe Staatsverschuldung von momentan 240% des BIPs und eine extrem hohe Bilanzsumme der japanischen Zentralbank (siehe Grafik oben).² Diese liegt mittlerweile bei 518 Trillionen JPY und damit über der der FED und nur ca. 10% unter der Bilanzsumme der EZB, welche für den gesamten EURO-Raum (und damit fast mehr als die doppelte Wirtschaftsleistung) zuständig ist.³ Abe wurde wohl auch aufgrund dieser guten Wirtschaftsdaten im Oktober deutlich wiedergewählt. Das Hauptziel seiner Politik, eine Inflation von 2%, hat er aber selbst mit so viel Geld nicht erreichen können (aktuell +0,7%).

Anstieg der IPOs in Italien

In vergangenen Newslettern berichteten wir öfter darüber, dass immer weniger Unternehmen und auch Start-ups den Gang an die Börse wagen. Ausgerechnet in Italien, wo viel über kriselnde Banken berichtet wurde, hat sich zu dieser Entwicklung ein Gegentrend gezeigt. So wurden an der Borsa Italiana in Mailand seit Jahresbeginn bereits 24 Unternehmen neu an der Börse gelistet. Grund könnten sogannente PIRs sein⁴, steuerpriveligierte Anlageformen, die in diesem Jahr von der italienischen Regierung eingeführt wurden. Sie sehen unter anderem vor, dass ein gewisser Anteil in italienische Firmen bzw. kleine und mittelständische Firmen investiert werden muss. 7,5 Mrd. EUR ⁵ sind seit Anfang des Jahres bereits in diese Anlageform geflossen. Ob diese staatliche Maßnahme sich auch nachhaltig auf die Aktienentwicklungen auswirken wird, muss sich erst noch zeigen. Der FTSE MIB, Leitindex Italiens mit 40 Unternehmen, hat den DAX im YTD-Vergleich bereits um rund 3 Prozent bei leicht höherer Volatilität outperformed.

¹ https://www.economist.com/news/finance-and-economics/21731419-growth-has-pickedup-not-inflation-what-five-years-abenomics-has-and-has
² http://www.deutschlandfunk.de/wahl-in-japan-klarer-sieg-fuer-abenomics.769.de.html? dram:article_id=398930
³ https://tradingeconomics.com/japan/central-bank-balance-sheet
⁴ https://www.economist.com/news/finance-and-economics/21731674-private-equity-firms- and-special-purpose-vehicles-also-do-their-bit-italys-new
⁵ http://www.investmenteurope.net/regions/italy/italys-pir-funds-capitalising-on-newinstruments

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Geely und die fliegenden Autos & bei Siemens brennt die Luft

Geely und die fliegenden Autos

Geely ist ein chinesischer Automobilhersteller, der in den letzten Jahren Marken wie Volvo (in 2013) und Lotus (in 2017) zugekauft hat. Aber auch die Eigenmarken Emgrad, Englon, Panda und Shanghai Maple erfreuen sich besonders in China großer Beliebtheit.
Am Montag, dem 13. November, bestätigte die Volvo-Mutter Geely die Übernahme des Start-Ups Terrafugia. Terrafugia ist ein von fünf MIT-Absolventen gegründetes Unternehmen mit dem Ziel, das erste fliegende Auto auf den Markt zu bringen. Terrafugias Pläne sehen vor, 2019 ein erstes Modell zu veröffentlichen. Dieses Modell wird jedoch einem Flugzeug mehr ähneln als einem Auto. Erst in 2023 soll das erste VTOL (Senkrecht-Start-und-Landung)-Fahrzeug auf dem Markt erscheinen. Trotz des chinesischen Käufers soll Terrafugia’s Hauptsitz weiterhin in den USA bleiben und man soll auch künftig unabhängig an der Mission arbeiten, ein Auto mit Flugeigenschaften zu bauen. Dennoch wurde ein neuer Vorstand und CEO eingesetzt.
Ein weiteres Plus: Bereits in der letzten Woche hat die Ratingagentur Moody’s erklärt, dass die letzten Käufe von drei neuen chinesischen Motoren- und Getriebefabriken zu keiner direkten Ratingveränderung führen werden.
Die Aktie startete in das Jahr (02.01.) mit einem Kurs von 0,90 €. Nach einem stetigen Kursanstieg erreichte der Wert Anfang Oktober seinen Höchststand von 3,04 € und korrigierte sich dann im Verlauf des Monats auf 2,50 €. Ende dieser Woche verpasste die Aktie einen neuen Höchststand mit einem Wert von 3,03 € nur knapp. Der Umsatz im Jahr 2017 soll um 67 Prozent steigen. In 2018 ist ein Wachstum von 54 Prozent in Aussicht gestellt.
Wir dürfen also gespannt sein, ob sich der Trend der Aktie in den nächsten Wochen fortsetzen wird.

Bei Siemens brennt die Luft

Siemens konkretisierte seine Sparpläne und gab bekannt, im Laufe der nächsten Jahre über 6900 Stellen zu streichen, 6100 davon in der Kraftwerkssparte, die unter der Energiewende leidet. Besonders betroffen ist Sachsen, denn die Turbinenwerke in Görlitz und Leipzig sollen geschlossen werden. Das Werk in  Erfurt soll verkauft werden. Weitere Stellen werden in  Berlin, Offenbach, Erlangen und Mülheim an der Ruhr gestrichen.
Schon seit Anfang November, nachdem der Sparkurs angekündigt wurde, wird ein stetiger Kursabfall verzeichnet. Begleitet von Streiks fiel der Kurs der Aktie im Laufe der Woche von 117,05 € auf 115,02 €.

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