Marktüberblick

Ryanair befürchtet Lufthansa-Monopol & Vapiano geht an die Börse

Der Billigflieger Ryanair befürchtet Lufthansa-Monopol

Schon seit Längerem hLufthansaat Lufthansa ihr Interesse an der Übernahme von Air Berlin bekundet – unter der Bedingung, dass die Berliner Gesellschaft zuerst ihre Schulden in Milliardenhöhe abbauten. Bis dahin mietet Lufthansa Flugzeuge und Crew. Air Berlin zeigt sich trotz der Krise optimistisch und hofft laut eigenen Worten wieder auf Gewinne ab 2018. Die Übernahmeverhandlungen stoßen bei den Wettbewerbern auf Unmut. Der Lufthansa-Konkurrent Ryanair spricht sich besonders dagegen aus und würde lieber das Ausscheiden der Air Berlin vom Markt sehen. Sollte die deutsche Politik die Aussperrung von Wettbewerbern dadurch erlauben, wäre das „staatlich geförderter Protektionismus“1, sagte David O’Brien (Chief Commercial Officer) zur Welt am Sonntag.2

 

Vapiano geht an die Börse

Die Restaurantkette Vapiano ist eines der erfolgreichsten „Fast Casual Dining“ Unternehmen weltweit. Neben Pizza und Pasta hat das Unternehmen ab dem 27. Juni 2017 auch Aktien im Angebot, denn Vapiano bereitet ihren Börsengang vor. Dabei werden mehr als 30 Prozent aller Anteile in Streubesitz übergehen.3 Dank einer Unternehmensbewertung von ca. 634 Millionen Euro4 und einer regen Nachfrage ist das Orderbuch, laut Nachrichtenagentur Reuters, bereits am Anfang der Zeichnungsfrist gefüllt.5 Die Erlöse hat der Chef von Vapiano Jochen Halfmann für weitere Expansionen auf dem internationalen Gastronomiemarkt verplant.6

 


1 http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/fluggesellschaft-in-der-krise-ryanair-gegen-air-berlin-uebernahme-durch-lufthansa-15065350.html
2 https://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-konsumgueter/air-berlin-uebernahme-ryanair-befuerchtet-lufthansa-monopol/19945526.html
3 Euro am Sonntag, Nummer 24, 17.-23- Juni 2017, Seite 15
4 Euro am Sonntag, Nummer 24, 17.-23- Juni 2017, Seite 15
5 https://www.handelsblatt.com/finanzen/maerkte/aktien/vapiano-geplanter-boersengang-stoesst-auf-rege-nachfrage/19942342.html
6 Euro am Sonntag, Nummer 24, 17.-23- Juni 2017, Seite 15

Marktüberblick

Indizes

Der Dax konnte am Mittwoch der letzten Handelswoche ein neues Altzeithoch von 12921,50 markieren. Zum Ende der Woche hin geriet der Index etwas unter Verkaufsdruck und schloss die Woche mit 12760 Zählern, rund 100 Punkte unter der letzten Woche ab.
Es bleibt abzuwarten, ob dem Dax in dem kommenden „Urlaubsloch“ die Puste ausgeht und sich langsam einpendelt oder ob die jüngste Rally noch einmal fortgesetzt werden kann.
DAX 18.06.17

Zinsen/Zentralbanken

Mit Blick nach Amerika kam es am Mittwochabend zur erneuten Zinsentscheidung der „weißen Taube“ Janet Yellen, Währungshüterin der FED. Wie erwartet wurden erneute Zinserhöhungen präsentiert und den Erwartungen der Marktteilnehmer genüge getan. Künftig liegt die Zinsspanne von 1,00 bis 1,25 Prozent (+0,25%). Zudem sollen die in Vergangenheit gekauften Anleihen sukzessive abverkauft werden. Ziel der FED ist der Abbau der Bilanzsumme.

Wer nun glaubt, Herr Draghi macht es Frau Yellen nach, der irrt sich. Ein Blick auf die Zahlen der jüngsten Veröffentlichungen lässt erahnen, dass die EZB keinen Grund sieht, eine rasche Trendwende in ihrer ultralockeren Geldpolitik einzuleiten. Der Anstieg der Verbraucherpreise war im Mai bei nur noch knapp 1,4 % im Vgl. zum Vorjahresmonat (Mai 2017). Grund hierfür waren unter anderem die stagnierenden Anstiege der Energiepreise. Angestrebt wird eine Inflationsrate von knapp unter 2%.

Rohstoffe

Die Rohstoffpreise konnten sich zum Ende der letzten Handelswoche zwar etwas erholen (WTI 44,61 $, Brent 47,18 $), liegen aber dennoch nur knapp über dem Jahrestief. Die Rohölsorte Brent markierte dieses Tief am 15.6. bei rund 46,72 $. Grund dafür war die Tatsache, dass die US-Rohöllagerbestände nicht so stark wie von den Marktteilnehmern erwartet gesunken und im Gegenzug die Benzinlagerbestände um 2,1 Mio. Barrel angestiegen sind.
Öl 18.06.17

Eine spannende Handelswoche wünschen,

Katja Akulinin und Marcus Hüppe


Quellen:
http://www.finanzen.net/nachricht/zertifikate/wochenausblick-dax-nach-allzeithoch-unter-verkaufsdruck-faellt-jetzt-die-richtungsentscheidung-5532837
http://www.n-tv.de/wirtschaft/Baldige-EZB-Zinswende-ist-unwahrscheinlich-article19867938.html
https://go.guidants.com/#c/Dashboard
http://www.n-tv.de/wirtschaft/US-Notenbank-hebt-Leitzins-an-article19890735.html
http://www.rohstoff-welt.de/news/artikel.php?sid=62352#Oelpreise-Auf-Tauchstation

But remember in September – oder nicht?

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Wochenüberblick

Noch vor wenigen Monaten wurde der Stromriese RWE als Pleitekandidat behandelt. Die ungeklärten Einbußen infolge des Atomausstiegs bedrohten das Unternehmen und der RWE-Aktienkurs fiel zusammen mit den Großhandelsstrompreisen. Doch am vergangenen Freitag gab es einen Grund zum Jubeln: Innogy, das auf regenerative Energie spezialisierte Tochterunternehmen von RWE, ging an die Börse. Damit erlebte Frankfurt die größte Neuemission seit dem Jahr 2000. Das Debüt spielte insgesamt fünf Milliarden Euro, bei einer Ausgabe von 139 Millionen Aktien, in die Kassen der beteiligten Unternehmen ein. Mit 75 Prozent bleibt RWE zunächst der größte Anteilseigner nach der Abspaltung seiner Ökostromtochter. Auch auf langfristige Sicht soll sich dies nicht ändern. International trifft Innogy auf starke Konkurrenz in der Ökostrombranche. Denn sowohl der spanische Versorger Iberdrola als auch der französische Versorger EDF haben vergleichbare Tochtergesellschaften gegründet.

In den vergangenen Wochen musste sich die Deutsche Bank immer wieder gegen laut werdende Spekulationen über ihre Zahlungsunfähigkeit wehren. Berichte über mögliche Staatshilfen für die Bank wurden dementiert. Trotzdem beunruhigten die Nachrichten die Anleger zunehmend, sodass Verkäufe überwogen. Der Ausverkauf der Deutschen Bank Aktie fand ihren Höhepunkt mit der Bekanntgabe, dass zahlreiche Hedgefonds ihr Geld abziehen. Der Aktienkurs fiel kurzzeitig auf einen Wert von unter zehn Euro, was ein Rekordtief darstellt. Die Finanzwelt fühlte sich an die Geschehnisse der Lehman-Pleite erinnert. Am Freitag bestätigte die Ratingagentur S&P die Kreditwürdigkeit der Deutschen Bank erneut mit „BBB+“. Seitdem erholte sich der Kurs kräftig und die Aktie legte wieder über 20% zu.

Marktausblick

Dow Jones
Nach einer knapp 2-monatigen Seitwärtsbewegung im DOW JONES (seit Mitte Juli), kam es am 09.09.2016 zu einem Ausbruch entlang der Unterstützungslinie im Bereich von 18266 Punkten. Aktuell lässt sich ein perfektes Korrekturdreieck beobachten, welches in den nächsten Tagen zu weiteren Signalen führen könnten. Mit 18230 Punkten verabschiedete sich der Dow Jones ins Wochenende.

DAX
Im DAX befinden wir uns aktuell bei 10492,00 Punkten. Ein sich zeichnender, mittelfristiger Trend ist dabei nur sehr begrenzt erkennbar. Ähnlich wie im Dow Jones zeigt sich seit etwa 2 Monaten eine Seitwärtsbewegung in der kurzen Frist. Ein stärkerer Wiederstand befindet sich derzeit im Bereich um 10800 Punkte, welcher erst nachhaltig überwunden werden muss um weiteren Raum nach oben zu schaffen.

Gold
Gold befindet sich aktuell in einer Konsolidierung. Seit dem Jahreshoch vom 06.07.2016 bei 1375,25 Dollar je Feinunze, wurde vergangenen Dienstag eine wichtige Unterstützung im Bereich 1300 Dollar nach unten durchbrochen und löste damit ein Verkaufssignal aus. In Folge dessen kam es innerhalb der nächsten Handelstage zu weiteren Kursverlusten auf einem Schlussstand von 1257,10 Dollar je Unze am Freitagabend.

OIL Brent
Der Ölpreis zeigte in den vergangenen Monaten eine erhöhte Volatilität auf. Grund hierfür sind erste Signale, seitens der OPEC und Saudi-Arabiens über eine Begrenzung der Förderung nachzudenken. Charttechnisch konnte hierbei der Wiederstand bei 52,866 Dollar je Barrel noch nicht überwunden werden. Sollte neben dieser Marke auch die Marke bei 54,569 Dollar je Barrel in den nächsten Wochen geknackt werden, wäre dies ein wichtiges Kaufsignal für weiter steigende Ölpreise. Der aktuelle Preis liegt bei 51,750 Dollar/Barrel.

Organisatorisches
Nach längerer Sommerpause freuen wir uns darauf, Euch am kommenden Montag, den 17.10.2016, im HSZ E05, 18.30 – 20.00 Uhr begrüßen zu dürfen. Euch erwarten neue Themen und spannenden Diskussionen. Hierfür laden wir alle Interessenten und Mitgliedern der Interessengemeinschaft Börse Dresden e.V. herzlich ein!

Bitte notiert Euch kurz in der kommenden Woche alle Themen und Aktien die euch interessieren. Gerne möchte wir diese Dinge aufnehmen und in diesem Semester gemeinsam besprechen.

Autoren: Katja Akulinin und Franz-Robert Sachs

Das Referendum ist vorbei, die Unsicherheit bleibt

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Brexit
Am Wochenende demonstrierten rund 40.000 Menschen in London für einen Verbleib in der EU. Die Online-Petition für ein zweites Referendum wurde mittlerweile von rund vier Millionen Menschen unterschrieben, obwohl es denkbar unwahrscheinlich ist, dass eine weitere Abstimmung zum BREXIT durchgeführt wird.
Ein möglicher Ausweg wäre eine Parlamentsentscheidung zum Verbleib in der EU, da das britische Parlament rechtlich nicht an das Referendum gebunden ist. Nach dem Rücktritt von David Cameron, geht die Suche nach einem neuen Regierungsoberhaupt indes weiter. Als derzeitige Favoritin gilt die Innenministerin Theresa May.

Deutsche Bank
Die Probleme bei der Deutschen Bank gehen unterdessen weiter. Vergangene Woche verkündete die FED, dass die US-Tochter der Deutschen Bank zum zweiten Mal durch den Stresstest für Banken gefallen ist.
Grund war nicht eine zu geringe Kapitalausstattung, sondern massive qualitative Mängel beim Risikomanagement und den internen Kontrollen. Der Internationale Währungsfonds (IWF) kommt durch eine Studie ebenfalls zu der Einschätzung, dass die Deutsche Bank, in Hinblick auf die Verbreitung von Finanzschocks auf andere Banken, zu einem der riskantesten Geldhäuser der Welt gehört. Seit Jahresbeginn hat sich der Aktienkurs fast halbiert und erreichte am Donnerstag ein neues Rekordtief bei 12,07€.

Goldminen
Auf Grund der vielen Unsicherheiten erlebt Gold eine neue Renaissance. Nach dem Allzeithoch im Jahr 2011 (1900 Dollar je Unze) konnte in den vergangenen Jahren ein starker Preisrückgang beobachtet werden. Ende 2015 notierte das Edelmetall bei lediglich 1050 Dollar je Unze. Seit Beginn des Jahres 2016 sehen wir eine regelrechte Aufholjagt.
Besonders profitieren können hierbei Aktien von Minenbetreibern und Goldförderern.
Durch den starken Preisdruck waren viele Minengesellschaften in den vergangenen Jahren gezwungen, ihre Kosten zu senken und die Förderung zu optimieren. Der aktuelle Goldpreisanstieg macht die Geschäfte nun umso profitabler und lässt die Aktienkurse deutlich steigen. Am Beispiel von Barrick Gold, einem der größten Goldförderer der Welt, lässt sich diese Entwicklung sehr gut verfolgen. Im September 2015 markierte die Aktie bei 5,34€ ihren Tiefpunkt. Seit dieser Bodenbildung partizipierte die Aktie mit einem Hebel am Goldpreisanstieg und steht aktuell bei 19,73€.

Marktüberblick

Indizes
Nachdem der DAX in der vergangenen Woche – getrieben vom überraschenden Ausgang des BREXIT-Referendums – mit sehr hohen Verlusten aus dem Handel gegangen ist, konnte er bereits in dieser Woche zur Erholung ansetzen. Anfang der Woche ging die Talfahrt zunächst einmal weiter und endete bei einem Viermonatstief von 9268 Punkten. Von da an stieg der Leitindex bis zum Freitagabend kontinuierlich an und schloss am Ende bei einem Kursstand von 9776 Punkten. Damit konnte das „Vor-BREXIT-Niveau“ zwar noch nicht wieder erreicht werden, auf Wochensicht war dies dennoch ein Plus von 2,29%. Kurstreiber im Index waren die Aktien von RWE (+15,29%) und der Deutschen Telekom (+8,39%).

Einen ähnlichen Kursverlauf weist auch der amerikanische Leitindex Dow Jones Industrial auf. Dieser erreichte am Montagabend nach einem über dreimonatigen Tief 17140 Punkte, konnte aber zum Wochenausklang mit einem Wochenplus von 3,32% und einem Kurs von 17949 Punkten aus dem Handel gehen.

Edelmetalle
Auch in dieser Woche konnte Gold als sicherer Hafen von den Zukunftsängsten der Anleger profitieren. Nachdem das Edelmetall bereits am vergangenen Freitag über Nacht auf 1.320,98 USD hochschoss (+5,09%), folgte zum Wochenauftakt eine Korrektur auf 1.309,63 USD. Von da an ging es dann charttechnisch betrachtet nur noch bergauf und endete bei 1341,83 USD (+1,99%).

Währungen
Durch die außergewöhnlich hohe Nachfrage nach USD in Folge des BREXIT-Referendums durchbrach der EUR/USD-Kurs am vergangenen Freitag zwischenzeitlich die 1,10 USD-Marke nach unten. In dieser Woche konnte ein Großteil der Verluste jedoch wieder wettgemacht werden, wodurch auch die Nachfrage nach Gold gestiegen ist. Derzeit befindet sich das Währungspaar bei 1,14 USD.

Organisatorisches
Wir möchten Euch herzlich einladen zu unserem morgigen Montagstreff. Wir freuen uns sehr auf einen spannenden Vortrag in Kooperation mit BlackRock, dem größten Vermögensverwalter der Welt. Im Mittelpunkt steht dabei ein Marktausblick.
Beginn der Veranstaltung ist 18:30 Uhr im Raum HSZ E05.

Eine spannende Handelswoche wünschen

Arasto Soltani Pajoh und Franz-Robert Sachs

BREXIT – UK is out

Brexit-Chart
Am Donnerstag stand die Abstimmung über das Referendum, bezüglich der Mitgliedschaft von Großbritannien in der Europäischen Union an. Mit 51,9 % haben die Briten sich für den sogenannten BREXIT entschieden, bei einer Rekordwahlbeteiligung von 72,2 %. Unmittelbar nach der Entscheidung gab Premierminister Cameron seinen Rücktritt bekannt. Der DAX erlebte den größten Sturz seit 2008. Besonders stark traf es die Papiere von diversen Banken. Die Aktien der Commerzbank und der Deutschen Bank brachen jeweils um fast 17 % ein. Heftige Einbrüche mussten auch die exportorientierten Autobauer, wie BMW und Daimler verbuchen. Die britische Währung, das Pfund Sterling, wertete so stark ab wie zuletzt 1985. Die Entscheidung für den BREXIT hat sich auch auf die Finanzmärkte in Australien und Ostasien ausgewirkt. Mit einem Kursabschlag von 7,9 % ging der Nikkei-Index in Tokio aus dem Handel. Viele Investoren wurden am Freitag auf dem falschen Fuß erwischt, da an den Finanzmärkten im Vorfeld nicht mit einem BREXIT gerechnet wurde. Entsprechend groß waren die Turbulenzen.
Bei genauer Betrachtung der Stimmenverteilung zeigt sich, dass Schottland, Nordirland und der Großraum London für den Verbleib in der EU stimmten, während Wales und die Mehrheit Englands sich klar für den Ausstieg positioniert haben. Wie sich die regionale Differenzierung bei diesem denkbar knappen Ergebnis auf die innenpolitische Lage Großbritanniens auswirkt, wird die nachfolgende Zeit zeigen.

EZB Staatsanleihenkäufe zulässig. Am Dienstag entschied das Bundesverfassungsgericht über die Rechtmäßigkeit des Outright Monetary Transactions (OMT) Programm der europäischen Zentralbank. Seit 2012 könnte die EZB theoretisch Staatsanleihen von Krisenstaaten kaufen, damit Länder wie Italien oder Spanien nicht in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Kritiker warfen der EZB durch dieses Handeln Staatsfinanzierung durch die Hintertür vor. Das Bundesverfassungsgericht erteilte ihnen nun eine Absage und entschied, dass das OMT-Programm mit der Verfassung vereinbar sei. Durch diese Entscheidung gab es keine großen Erschütterungen an den Finanzmärkten, da die Bundesbank sich weiterhin am Kurs der EZB beteiligen kann. Bei einem negativen Urteil wäre auch das aktuelle Anleihen Programm der EZB in Frage gestellt worden. Vor 2 Jahren hatten die Richter noch große Bedenken über die Entscheidung von Mario Draghi geäußert. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat der EZB bereits zuvor alle Wege vom juristischen Standpunkt aus geebnet.
Viele Ökonomen zeigten sich mit dem Urteil zufrieden, da es die Glaubwürdigkeit der EZB stärke und sie weiterhin die Möglichkeit hat Marktturbulenzen ausgleichen. Außerdem ist nun der Weg für weitere Anleihenkäufe frei. Allerdings hat das Bundesverfassungsgericht einige Bedingungen an das Urteil geknüpft, so muss das Anleihen Programm begrenzt sein und vorher angekündigt werden. Die EZB darf auch nur Anleihen kaufen, die sich bereits auf dem Markt befinden, also keine die dafür explizit ausgegeben werden.

Marktüberblick:

Indizes:
DAX. Nach einer von Montag bis Donnerstag anhaltenden Rallye (9704 – 10365 Punkten), folgte am Freitag eine Kurslücke auf 9164 Punkten (-11,6%) im vorbörslichen Handel. Im Tagesverlauf konnte sich der DAX durch eine technische Gegenbewegung zwischenzeitlich wieder an die 9719er Marke herantasten, um dann mit 9448 Punkten aus dem Handel zu gehen. Auf Wochensicht bleibt somit ein Minus von 2,64%.

EURO STOXX 50. Der EURO STOXX 50 Index korrelierte mit der Bewegung im DAX. Die Ausschläge waren zum Teil aber deutlicher. Zu Beginn der Woche ging der Index mit 2938,5 Punkten in den Handel. Das Wochenhoch wurde ebenfalls am Donnerstag markiert mit einem Stand von 3079 Punkten. Das Tagestief am Freitag lag bei 2654, was einem Abschlag von -13,08% entspricht. Nach einem sehr volatilen Freitag ging der EURO STOXX, schließlich mit 2728,50 Punkten aus dem Handel.

Währungen:
EUR/GBP. Der Euro in Relation zum Britischen Pfund konnte massiv an Wert gewinnen, bzw. wertete das Britische Pfund sehr stark ab. Mit 0,7577 Pfund je Euro am Donnerstag, konnte man zwischenzeitlich zu einem Kurs von 0,8319 am Freitagmorgen die Währungen tauschen. Mit einem Schlusskurs von 0,8126 EUR/GBP ist aktuell ein Urlaub für uns in Großbritannien deutlich günstiger geworden.

GBP/USD. Im Währungspaar Britisches Pfund/US-Dollar konnte eine Bewegung mit historischen Ausmaß beobachtet werden. Am Freitag stürzte der Kurs von 1,503 GBP/USD auf zwischenzeitlich 1,3197. Auch hier folgte eine technische Gegenbewegung und der Kurs ging mit 1,3621 aus dem Handel.

Organisatorisches:

Wir möchten Euch herzlich einladen am kommenden Montag (27.06.2016) mit uns über spannende Themen zu diskutieren. Diese Woche werden neben dem BREXIT auch PayPal und ein Stockpitch im Bereich der FinTechs angesprochen.
Des Weiteren laden wir alle Interessierten zum Vortrag „Marktausblick“ am 04.07.2016 ein. Dieser Vortrag wird in Kooperation mit BlackRock, dem weltweit größten Vermögensverwalter, organisiert.

Autoren: Christine Keßler, Felix Albrecht und Franz-Robert Sachs