Neues Semester – Alte Themen

Neues Semester – Alte Themen

#Brexit

Auch in diesem Semester verfolgt uns das Thema Brexit. Einen harten Brexit ohne Übergangsregelungen konnten Großbritannien und die EU zunächst abwenden. Die Frist wurde bis Oktober verlängert.¹
Doch es geht nicht nur um die Frage, wann und wie Großbritannien aus der EU austritt. Es geht auch um die anstehenden Europawahlen am 23. Mai. Die Briten haben mit ihren Abgeordneten einen Anteil von fast zehn Prozent. Theresa May hatte zwar Neutralität bei den Wahlen zugesagt, allerdings ist dies vor allem rechtlich nicht vereinbar.² Sollte Großbritannien als EU-Mitglied keine Europawahl abhalten, hätte das einen automatischen Ausschluss aus der EU am 1. Juni 2019 zur Folge. Wie geht es jetzt weiter? May will verhindern, dass an den Europawahlen teilgenommen werden muss. Dazu muss sie bis spätestens 22. Mai das Abkommen in London durchbekommen. Dieses wurde allerdings schon mehrmals abgelehnt.³ Es bleibt also weiterhin spannend!

#Fusion Deutsche Bank / Commerzbank

Die Spekulationen um eine mögliche Fusion der beiden größten Banken in Deutschland halten weiterhin an. Am 17. Mai ⁴ hatten beide Institute erstmals veröffentlicht, über einen möglichen Zusammenschluss zu sprechen. Aus zwei schwächelnden Instituten soll ein starkes hervorgehen, welches wieder international mithalten kann. Wir haben für euch die Vor- und Nachteile einer großen „Deutschlandbank“ zusammengefasst.

Pro

Kostenersparnis

Durch einen Zusammenschluss wird das Filialnetz ausgedünnt und Personalkosten eingespart.

Internationaler Player

Aus dem Zusammenschluss soll, wenn es nach unseren Politikern geht, eine neue starke deutsche Bank hervorgehen, die auch international mithalten kann.

Contra

IT Systeme

Bei einem Zusammenschluss müssten alle IT-Systeme integriert werden. Dabei kommen Erinnerungen hoch. Seit Jahren versucht die Deutsche Bank die Postbank zu integrieren. Auch die Commerzbank hat mit der Übernahme der Dresdner Bank aus dem Jahr 2009 ⁵ noch mit der vollständigen Integration zu kämpfen. Somit wären vier Institute bei einer Fusion beteiligt.⁶

Personalabbau

Bei einer Fusion stehen mehr als 30 000 Jobs auf dem Spiel. Bei dem betroffenen Personal und den Gewerkschaften läuten die Alarmglocken.⁷


¹ https://www.merkur.de/politik/brexit-und-europawahl-2019-muss-grossbritannien-jetzt-tatsaechlich-waehlen-gehen-zr-12187039.html
² https://www.tagesschau.de/ausland/eu-brexit-163.html
³ https://www.zdf.de/nachrichten/heute/keine-teilnahme-an-europawahl-may-will-brexit-bis-zum-22–mai-100.html
https://www.businessinsider.de/moegliche-fusion-von-deutscher-bank-und-commerzbank-im-ueberblick-2019-4
⁵ https://www.spiegel.de/wirtschaft/fusion-commerzbank-schliesst-dresdner-bank-uebernahme-ab-a-600906.html
https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/deutsche-bank-und-commerzbank-was-fuer-eine-fusion-spricht-und-was-dagegen-a-1258435.html
http://www.deraktionaer.de/aktie/deutsche-bank–aktie–commerzbank–sewing–zielke–fusion–zusammenschluss–zeitfenster–dax–mdax–banken–boersenbriefing-468330.html

Indizes

Der DAX knackte in der vergangenen Woche die 12.000 Punkte und erreichte damit einen Zuwachs von 82,2 Punkten (+0,69%). Dabei bewegten sich die Schwankungen des DAX zwischen -0,8% und +0,9%, die vor allem auf die Verschiebung des Brexits, auf den 31.10.2019, zurückzuführen sind.¹
Der Dow Jones hingegen hatte zu Beginn der Handelswoche einen Rückschlag von -134,6 Punkten (-0,63%). Im Laufe der Woche stieg er dennoch auf 26.412,30 Punkte (+1,02%). Dieses Wachstum wird vor allem den Millionengewinnen von JP Morgan und der neuen Ausrichtung des Walt Disney Unterhaltungskonzerns zugeschrieben.²

Währungen

Die Kursbewegung der Gemeinschaftswährung EUR/USD war in der vergangenen Woche leicht ansteigend. Es wurde ein Kurszuwachs von +0,62% erreicht und der Kurs steht jetzt bei 1,298 USD. Demnach kostet der Dollar aktuell 0,8851€.³ Trotz des anstehenden Brexits verzeichnet die Gemeinschaftswährung EUR/GBP einen verhältnismäßig kleinen Zuwachs von +0,58% und liegt damit bei aktuell 0,8642 GBP.⁴

Rohstoffe

Die Ölpreise haben in der vergangenen Woche ebenfalls leicht zugelegt. Dies liegt unter anderem an der verknappten Produktion des Ölkartells Opec. Seit Jahresbeginn hat sich der Ölpreis um rund 30% gesteigert. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostet aktuell 71,55 USD (+0,80%).⁵ Der Goldpreis hingegen erlitt ein leichtes Minus von -0,2% und pendelte sich am vergangenen Freitag somit bei 1.290,40 USD ein.⁶

Eine spannende Handelswoche wünschen,

Marcus Hüppe und Thomas Berger


¹ https://www.tagesschau.de/ausland/brexit-eu-155.html
² https://www.handelsblatt.com/finanzen/maerkte/marktberichte/dow-jones-nasdaq-sundp-500-jp-morgan-befluegelt-wall-street-disney-auf-rekordkurs-/24215206.html?ticket=ST-1466898-bnjlzHdaYqcaoc7ZowMd-ap2
³ https://www.onvista.de/devisen/Eurokurs-Euro-Dollar-EUR-USD
⁴ https://www.onvista.de/devisen/Euro-Pfund-EUR-GBP
⁵ https://www.handelsblatt.com/finanzen/maerkte/devisen-rohstoffe/oel-oelpreise-legen-etwas-zu/24212614.html
⁶ https://www.finanzen.net/rohstoffe/goldpreis

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