Nächste Termine

Eine kleine Erinnerung: Die Montagstreffs finden dieses Semester alle zwei Wochen statt!
  • IGB Weihnachtsfeier
  • Wann? - 11. Dezember 2017 @ vsl. 18.30
    Wo? - wird an die Teilnehmer geschickt

  • Börsenführerschein - Prüfung
  • Wann? - 12. Dezember 2017 @ 16.40 - 18-30
    Wo? - wird noch bekannt gegeben


    Aktuelles

    Neuigkeiten

    Commerzbank als Übernahmeziel, EZB-Geldpolitik und DAX-Allzeithoch

    Commerzbank als Übernahmeziel

    Acht Jahre nach der Übernahme der Dresdner Bank wird das zweitgrößte Geldhaus Deutschlands nun selber als Übernahmeziel gehandelt. Während bereits im letzten Jahr Gerüchte über einen möglichen Zusammenschluss der Deutschen Bank und der Commerzbank umgingen, sind in jüngerer Vergangenheit auch ausländische Banken in den Interessentenpool eingetreten. Namhafte Finanzinstitute wie die Unicredit, die BNP Paribas oder die Crédit Agricole haben Interesse an der Commerzbank verkündet oder die Möglichkeit einer Übernahme zumindest zu prüfen. Im Rahmen dieser Übernahme-Avancen hat sich die Commerzbank selbst nun dazu entschieden, die beiden Investmentbanken Goldman Sachs und Rothschild als Berater heranzuziehen. Die beiden Institute, die im Bereich Mergers & Acquisitions führend sind, sollen sämtliche Optionen – von einer eventuellen Übernahme bis hin zu Abwehrmöglichkeiten einer feindlichen Übernahme – prüfen. Generell wird eine Übernahme jedoch durch zwei wesentliche Faktoren erschwert. Zum einen vollzieht die Commerzbank im Rahmen ihrer im letzten Jahr verkündeten Strategie „Commerzbank 4.0“ einen grundlegenden Wandel, in dem das Personal bis 2020 um etwa ein Fünftel abgebaut und 80 % der Geschäftsprozesse digitalisiert werden sollen. Zum anderen befinden sich rund 15 % der Aktien im Besitz der Bundesregierung, die einen Verkauf ihrer Anteile nur durchführt, wenn ein Verlust für den Steuerzahler vermieden wird. Die Anteile befinden sich seit fast 10 Jahren im Besitz des Bundes und wurden zu Zeiten der Finanzkrise erworben, als die Commerzbank ohne die Mittel der Steuerzahler in finanzielle Schwierigkeiten geraten war. Ungeachtet dieser Barrieren bescherten die Übernahmefantasien der Investoren der Commerzbank-Aktie ein Wochenplus von knapp über 1% mit einem zeitweisen Wochenhoch von 12,41 EUR.

     

    EZB-Geldpolitik

    Die Europäische Zentralbank (EZB) hat in dieser Woche einen klaren Schritt in Richtung eines Ausstiegs aus ihrer ultralockeren Geldpolitik gewagt. Auf der EZB-Sitzung am Donnerstag verkündete Zentralbankpräsident Mario Draghi das Volumen der Anleihekäufe zu halbieren und damit „nur“ noch 30 Mrd. EUR monatlich in die Märkte zu pumpen. Ein Ausstieg aus dem sogenannten „Quantitative Easing“ (QE), das vor allem von Bundesbankpräsident Jens Weidmann kritisiert wird, wurde bereits seit längerer Zeit gefordert. Damit hat sich die EZB jedoch neben der Halbierung der monatlichen Anleihekäufe für eine Verlängerung des Programms um weitere neun Monate bis September 2018 entschieden. Somit steigt das Gesamtvolumen auf insgesamt 2,55 Billionen EUR an. Das QE-Programm, das im März 2015 mit monatlichen Käufen von 60 Mrd. EUR begann und anfangs noch bis September 2016 laufen sollte, wird laut aktuellem Stand 1,45 Billionen EUR mehr in die Finanzmärkte spülen, als ursprünglich geplant waren. Europäische Aktien freuten sich über die Verlängerung des Programms, was sich im Kursanstieg des EuroStoxx50 um 1,3% widerspiegelte. In Deutschland reagierte der Aktienmarkt auf die Neuigkeiten der Zentralbank mit einem neuen Allzeithoch.

    Quellen: Handelsblatt, Thomson Reuters, finanzen.net

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    Auswirkungen von M&As auf die Performance & EZB-Sitzung am Donnerstag

    Auswirkungen von M&As auf die Performance

    Daimler & Chrysler, Sab Miller & AB Inbev, Kraft & Heinz und zuletzt Bayer & Monsanto, die Liste der Übernahmen und Zusammenschlüsse von börsennotierten Unternehmen ist lang. Gerade in den letzten Jahren kam es zu einer Dynamik von immer größeren M&As an der Börse. Doch wie sinnvoll sind diese Strategien? Was sind die Effekte auf die anschließende Performance der Aktien?
    In den ersten drei Quartalen dieses Jahres wurden weltweit Transaktionen mit einem Gesamtwert von über 2,5 Billionen USD abgeschlossen (Quelle: Dealogic). Die genannten Gründe sind oft die gleichen: „Kosten senken“, „Diversifizierung“ und natürlich „Synergien heben“. Andere Gründe können aber auch Prestige, mehr Verantwortung für das Management oder teilweise schlicht das große Ego des übernehmenden Geschäftsführers sein.
    Eine Studie des S&P Global Market Intelligence Quantamental Research hat nun die Performance nach M&A-Deals von 2001 bis 2017 anhand des amerikanischen Russell 3000 untersucht. Die betroffenen Aktien entwickelten sich im Schnitt deutlich schlechter als der Gesamtmarkt und Wettbewerber der gleichen Branche. Folgen waren neben einer schlechteren Gewinnmarge auch eine schlechtere Eigenkapitalrendite. Natürlich liefen nicht alle M&As schlecht, besonders negative Effekte gab es bei Unternehmen, die vorher stark gewachsen waren und Übernahmen mit sehr großem Volumen aufwiesen.

     

    EZB-Sitzung am Donnerstag

    Nächste Woche ist wieder EZB-Sitzung! Im Zuge dessen beginnt auch wieder die Spekulation, ob ein „Ende der Geldflut“ oder der „Einstieg in die Zinswende“ verkündet werden könnte. Es wird vermutet, dass sich Draghi dazu äußern wird, wie sich das Ankaufprogramm nach 2018 weiterentwickeln wird. Ein Blick auf die FED zeigt aber, dass Zentralbanken bei der Beendigung solcher Maßnahmen meist eher behutsam vorgehen. In der letzten EZB-Sitzung war außerdem noch von einem „anhaltenden Unterstützungsbedarf“ die Rede. Spannend dürfte ein Ausblick auf nach 2018 sicherlich trotzdem bleiben.
    Die Sitzung findet am Donnerstag, den 26. Oktober, statt.

    ¹ https://www.economist.com/news/finance-and-economics/21730029-bosses-and-investment-bankers-love-them-shareholders-tend-rue-them-mergers-and
    ² http://www.neuepresse.de/Nachrichten/Wirtschaft/Uebersicht/EZB-peilt-Ende-des-billigen-Geldes-an

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    Börsengang von Voltabox, Hellofresh und Befesa & Milliardendeal bei BASF und Bayer

    Voltabox-IPO

    Der Eröffnungskurs am Freitag, dem 13.10.2017, lag bei 30 Euro, also gut 25% über den Ausgabekurs. Somit ist der im Volksglauben unglücksbringende Freitag der 13. ein für den Batteriehersteller Voltabox ein Glückstag. Die Nachfrage nach den Aktien überstieg das Angebot um das Zehnfache, dies spricht für den aktuellen Trend der Elektromobilität, an dem das Unternehmen partizipieren will. Inwiefern die Aktienbewertung bei gewissen Elektroherstellern wie Tesla & Co. gerechtfertigt ist, sei dahin gestellt.
    Die Geschäftsleitung setzt bei ihren Batteriesystemen für Gabelstapler, Busse und andere Industriefahrzeuge auf Wachstumskurs. Ein Umsatzmarke von 100 Millionen Euro soll für das Jahr 2019 erzielt werden. Diesem Ziel steht ein vergangener Jahresumsatz von 14,5 Millionen Euro und ein Verlust von 3,7 Millionen Euro gegenüber.
    Die Einnahmen des Börsengangs lagen bei 152 Millionen Euro, wobei der größte Teil dem Unternehmen zufließt. Das eingesammelte Kapital soll in Übernahmen sowie in die Produktionserweiterung investiert werden.

    Platzierungspläne für die nächsten Wochen

    Neben dem erfolgreichen Börsengang von Voltabox kündigten der Lieferdienst Hellofresh und der Metallrecycler Befesa ihre Platzierungspläne an. Dabei will Hellofresh zwischen 250 bis 300 Millionen und Befesa bis zu 800 Millionen einsammeln.1

    Milliardendeal bei BASF und Bayer

    Bayer will den größten Teil seines Unkrautvernichtungs- und Saatgutgeschäftes an BASF abgeben, für insgesamt 5,9 Milliarden Euro. Eine Bedingung stellt Bayer aber für diesen Deal in Aussicht: die erfolgreiche Übernahme des Konkurrenten Monsanto. Bayer will mit dem BASF-Deal möglichen amerikanischen und europäischen kartellrechtlichen Schwierigkeiten bezüglich der Monsanto-Übernahme vorbeugen.2


    1 http://www.manager-magazin.de/finanzen/boerse/voltabox-25-prozent-plus-zum-boersendebuet-a-1172783.html
    2 https://boerse.ard.de/aktien/milliardendeal-zwischen-bayer-und-basf100.html

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