Kommende Termine

16.04.2018

Montagstreff - Einstieg ins Semester

Zeit: 18:30 Uhr (7. DS)

Ort: Hörsaalzentrum der TU Dresden, Raum E03

Aktuelles

Leider kann unser Kontakt der BNP Paribas aus termintechnischen Gründen nicht am 15.01. zu uns kommen. Der Vortrag wird deshalb ins nächste Semester verschoben. Trotzdem findet der Montagstreff wie geplant statt, nur werden wir euch einen Überblick über das Jahr 2018 geben. Wir hoffen weiterhin auf euer zahlreiches Kommen.

Neuigkeiten

Ergebnisse des dritten Quartalsberichts 2017 von Tesla, Inc.

Q3 Ergebnisse von Tesla, Inc.

Am Mittwoch veröffentlichte Tesla seine Ergebnisse für das 3. Quartal 2017:

  • Umsatz: 2,98 Mrd. USD (Q3 2016: 2,3 Mrd. USD)
  • Gewinn: -671 Mio. USD (Q3 2016: 22 Mio. USD)
  • Free Cashflow: -1,42 Mrd. USD (Q3 2016: 176 Mio. USD)

Der Umsatz wuchs damit im Vergleich zum Q3 2016 deutlich um 29,6%. Im Q3 2017 lieferte Tesla 26.137 Modelle aus. Damit wurden nun insgesamt mehr als 250.000 Teslas ausgeliefert. Die Model S- und Model X-Auslieferungen stiegen um 4,5% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum an, womit Tesla seinen Anteil im US-Markt für Luxusfahrzeuge weiter steigern konnte. Gleichzeitig wurde ein Rekord bei den Neubestellungen für die Limousine Model S und den Geländewagen Model X erreicht. Für das wesentlich günstigere Model 3 (Basisversion kostet ca. 35.000 USD) liegen bislang Bestellungen in der Höhe eines Vielfachen der bislang gesamten jährlichen Absatzmenge an Teslamodellen vor. Jedoch wird sich die Erweiterung der Produktionskapazität für Model 3 – und damit auch der Eintritt in einen Massenmarkt – durch Engpässe in der Fertigung verzögern.
Anlass zur Sorge gab den Aktionären der hohe Quartalsverlust von 671 Mio. USD und der hohe Verbrauch an Barmitteln. Schloss die Aktie noch am Mittwoch bei 321,08 USD, so eröffnete sie am nächsten Tag nach dem Quartalsbericht um 6,57% niedriger bei 300,00 USD. Am Freitag erholte sich die Aktie leicht und ging mit 306,09 USD aus dem Handel. Vom Jahreshöchstkurs von 389,57 USD ist die Aktie damit zwar ca. 21,45% entfernt, allerdings lautet die Jahresperformance immer noch +42,46%. Der direkte US-Konkurrent General Motors schaffte im selben Zeitraum nur eine Aktienperformance von +21,71% – ist dafür aber innerhalb der letzten Monate deutlich stärker gestiegen.
Die künftige Entwicklung der Autoverkäufe Teslas sowie der Aktie bleibt spannend. Apple-Mitgründer Steve Wozniak kritisierte jüngst den zu großen Hype um Tesla. Schafft es Tesla jedoch, die hohen Bestellungen des Models 3 zeitnah zu bedienen, dürfte die Aktie noch Potenzial nach oben haben. Weiterhin soll Mitte des Monats seitens Tesla ein elektrisch betriebener Lastwagen vorgestellt werden. Perspektivisch soll in 2-3 Jahren auch ein weiteres „Model Y“ (kompakter Geländewagen) präsentiert werden. Der negative Free Cashflow dürfte somit zum Teil in den hohen Investitionen in die aktuelle Fertigung des Models 3 und die künftigen Modelle begründet sein.


http://files.shareholder.com/downloads/ABEA-4CW8X0/5511824760x0x962149/00F6EB90-2695-44E6-8C03-7EC4E06DF840/TSLA_Update_Letter_2017-3Q.pdf
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/elektroautohersteller-wieder-mit-hohen-verlusten-15273459.html
http://www.finanzen.net/nachricht/aktien/herbe-kritik-steve-wozniak-um-tesla-gibt-es-zu-viel-hype-5790234
Börsenkurse: finanzen.net

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Commerzbank als Übernahmeziel, EZB-Geldpolitik und DAX-Allzeithoch

Commerzbank als Übernahmeziel

Acht Jahre nach der Übernahme der Dresdner Bank wird das zweitgrößte Geldhaus Deutschlands nun selber als Übernahmeziel gehandelt. Während bereits im letzten Jahr Gerüchte über einen möglichen Zusammenschluss der Deutschen Bank und der Commerzbank umgingen, sind in jüngerer Vergangenheit auch ausländische Banken in den Interessentenpool eingetreten. Namhafte Finanzinstitute wie die Unicredit, die BNP Paribas oder die Crédit Agricole haben Interesse an der Commerzbank verkündet oder die Möglichkeit einer Übernahme zumindest zu prüfen. Im Rahmen dieser Übernahme-Avancen hat sich die Commerzbank selbst nun dazu entschieden, die beiden Investmentbanken Goldman Sachs und Rothschild als Berater heranzuziehen. Die beiden Institute, die im Bereich Mergers & Acquisitions führend sind, sollen sämtliche Optionen – von einer eventuellen Übernahme bis hin zu Abwehrmöglichkeiten einer feindlichen Übernahme – prüfen. Generell wird eine Übernahme jedoch durch zwei wesentliche Faktoren erschwert. Zum einen vollzieht die Commerzbank im Rahmen ihrer im letzten Jahr verkündeten Strategie „Commerzbank 4.0“ einen grundlegenden Wandel, in dem das Personal bis 2020 um etwa ein Fünftel abgebaut und 80 % der Geschäftsprozesse digitalisiert werden sollen. Zum anderen befinden sich rund 15 % der Aktien im Besitz der Bundesregierung, die einen Verkauf ihrer Anteile nur durchführt, wenn ein Verlust für den Steuerzahler vermieden wird. Die Anteile befinden sich seit fast 10 Jahren im Besitz des Bundes und wurden zu Zeiten der Finanzkrise erworben, als die Commerzbank ohne die Mittel der Steuerzahler in finanzielle Schwierigkeiten geraten war. Ungeachtet dieser Barrieren bescherten die Übernahmefantasien der Investoren der Commerzbank-Aktie ein Wochenplus von knapp über 1% mit einem zeitweisen Wochenhoch von 12,41 EUR.

 

EZB-Geldpolitik

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat in dieser Woche einen klaren Schritt in Richtung eines Ausstiegs aus ihrer ultralockeren Geldpolitik gewagt. Auf der EZB-Sitzung am Donnerstag verkündete Zentralbankpräsident Mario Draghi das Volumen der Anleihekäufe zu halbieren und damit „nur“ noch 30 Mrd. EUR monatlich in die Märkte zu pumpen. Ein Ausstieg aus dem sogenannten „Quantitative Easing“ (QE), das vor allem von Bundesbankpräsident Jens Weidmann kritisiert wird, wurde bereits seit längerer Zeit gefordert. Damit hat sich die EZB jedoch neben der Halbierung der monatlichen Anleihekäufe für eine Verlängerung des Programms um weitere neun Monate bis September 2018 entschieden. Somit steigt das Gesamtvolumen auf insgesamt 2,55 Billionen EUR an. Das QE-Programm, das im März 2015 mit monatlichen Käufen von 60 Mrd. EUR begann und anfangs noch bis September 2016 laufen sollte, wird laut aktuellem Stand 1,45 Billionen EUR mehr in die Finanzmärkte spülen, als ursprünglich geplant waren. Europäische Aktien freuten sich über die Verlängerung des Programms, was sich im Kursanstieg des EuroStoxx50 um 1,3% widerspiegelte. In Deutschland reagierte der Aktienmarkt auf die Neuigkeiten der Zentralbank mit einem neuen Allzeithoch.

Quellen: Handelsblatt, Thomson Reuters, finanzen.net

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Auswirkungen von M&As auf die Performance & EZB-Sitzung am Donnerstag

Auswirkungen von M&As auf die Performance

Daimler & Chrysler, Sab Miller & AB Inbev, Kraft & Heinz und zuletzt Bayer & Monsanto, die Liste der Übernahmen und Zusammenschlüsse von börsennotierten Unternehmen ist lang. Gerade in den letzten Jahren kam es zu einer Dynamik von immer größeren M&As an der Börse. Doch wie sinnvoll sind diese Strategien? Was sind die Effekte auf die anschließende Performance der Aktien?
In den ersten drei Quartalen dieses Jahres wurden weltweit Transaktionen mit einem Gesamtwert von über 2,5 Billionen USD abgeschlossen (Quelle: Dealogic). Die genannten Gründe sind oft die gleichen: „Kosten senken“, „Diversifizierung“ und natürlich „Synergien heben“. Andere Gründe können aber auch Prestige, mehr Verantwortung für das Management oder teilweise schlicht das große Ego des übernehmenden Geschäftsführers sein.
Eine Studie des S&P Global Market Intelligence Quantamental Research hat nun die Performance nach M&A-Deals von 2001 bis 2017 anhand des amerikanischen Russell 3000 untersucht. Die betroffenen Aktien entwickelten sich im Schnitt deutlich schlechter als der Gesamtmarkt und Wettbewerber der gleichen Branche. Folgen waren neben einer schlechteren Gewinnmarge auch eine schlechtere Eigenkapitalrendite. Natürlich liefen nicht alle M&As schlecht, besonders negative Effekte gab es bei Unternehmen, die vorher stark gewachsen waren und Übernahmen mit sehr großem Volumen aufwiesen.

 

EZB-Sitzung am Donnerstag

Nächste Woche ist wieder EZB-Sitzung! Im Zuge dessen beginnt auch wieder die Spekulation, ob ein „Ende der Geldflut“ oder der „Einstieg in die Zinswende“ verkündet werden könnte. Es wird vermutet, dass sich Draghi dazu äußern wird, wie sich das Ankaufprogramm nach 2018 weiterentwickeln wird. Ein Blick auf die FED zeigt aber, dass Zentralbanken bei der Beendigung solcher Maßnahmen meist eher behutsam vorgehen. In der letzten EZB-Sitzung war außerdem noch von einem „anhaltenden Unterstützungsbedarf“ die Rede. Spannend dürfte ein Ausblick auf nach 2018 sicherlich trotzdem bleiben.
Die Sitzung findet am Donnerstag, den 26. Oktober, statt.

¹ https://www.economist.com/news/finance-and-economics/21730029-bosses-and-investment-bankers-love-them-shareholders-tend-rue-them-mergers-and
² http://www.neuepresse.de/Nachrichten/Wirtschaft/Uebersicht/EZB-peilt-Ende-des-billigen-Geldes-an

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